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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 11 · p. Seite 497

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 11
Article
Die assyrischen Invasionen und Eroberungen in Palästina, im samaritanischen und judäischen Reiche
Date
1874-01-01
Page
Seite 497 (sequence 17)
Language
German
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samaritanischeil und judäischen Reiche. 497 der mit seiner Negierung eine neue Königsaera (747) einführte. Dieser Abfall Babylons — denn ein solcher ist jedenfalls anzunehmen — kann nur durch ein Dynastienwechsel in Assyrien gefördert worden sein. Lesen doch auch die Assyriologen aus den Keilinschriften, daß T. P. gleich im ersten Jahre seiner Reqierung gegen Südmesopotamien Krieg geführt, einen Merodach baladan in Bet-Jakin geschlagen und Sippara eingenommen habe (Rawlinson das. 395 fg.). Aber nicht bloß Babylon, sondern auch Medien fiel zur selben Zeit von Assyrien ab, wie M. v. Niebnhr bis zur Gewißheit bewiesen hat. Alle diese Aufstände werden durch das Erlöschen der Derketaden-Dynastre mit Phnl und mit dem Auftreten eines Parvenü erklärlich. Kurz, das eigensinnige Jdentisicireu voll Phul und Tiglat-Pileser hat nicht blos die Bibel, sondern assyrische Traditioneil gegen sich. Der sogenannte assyrische Regentenkanoir erhält dadurch einen Stoß. Ohnehiil kaim mau nicht viel auf die ausgetüftelte assyrische Chronologie geben, welche T. P. Regierung mit 745 oder 744 beginnen läßt. Englische Assyriologen haben bereits den Wahn aufgegeben, als wenn T. P. noch von Usia Tribut enipfangen hätte (G. Rawlinson das. p. 399 Note). Aber Schrader bleibt noch dabei. Nun stellte sich die ganze Unrichtigkeit dieser Annahme frappant an der chronologischen Tafel heraus, die Schräder ausgestellt hat (S. 298). 738 empfängt T. P. Tribut voil König Usia uild sechs oder siebeil Jahre später 733 und 32 zieht T. P. gegen Reziil nnd für Achas zu Hilfe. Also mußte A ch a s unmittelbar a u f Usia gefolgt sein; >vo bleibt aber J otham? Mag Schräder dessen t Ojährige Regierung noch so sehr verkürzen, ganz eliminiren kann er sie doch llicht! Wir braueil also für unsere Untersllchung auf die angeblichen Resultate der assyriologischen Jnschriftenforschung keine Rücksicht nehmen. — Nach den biblischen Nachrichten zog T. P. gegen Damaskus, tödtete Rezin, ließ aber Pekach am Leben, wahr׳- scheinlich nachdem dieser sich unterivorfeii hatte. Frankel« MonatSschrisl xxill. 11. 32

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