Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die assyrischen Invasionen und Eroberungen in Palästina, im samaritanischen und judäischen Reiche
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 487 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829444-2829456-2868306--15786-2868322- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
im scimaritaiiischei, und judäischen Reiche. 487 אשור ושבט מצרים יסור. Es folgt also daraus, daß ein Assyrier-König noch vor der zweiten Invasion Israeliten nach Assyrien exilirt hatte. Dieser König kann eben nnr Phul gewesen sein. Aus der jesaianischen Stelle hat sich ergeben, daß Phul das Gebiet der Stämme Zebulon und Nephtali beschritten hat. In Chronik ist angegeben, daß Phul aus den! transjordanischen Gebiet Exulanten deportirt hat (I, 5, 26). Wie vage auch diese Angabe ist, so ist sie doch so viel werth, daß nicht aus den! Stillschweigen das Entgegengesetze gefolgert werden kann. Und in der That, wenn Phul Damaskus berührt hat, was nicht bezweifelt werden kann, so war der bequemste Marsch für sein Heer, namentlich für seine zahlreiche Reiterei an der östlichen Seite des Hermon, um nach der Jordanuferebene zu gelangen, um dann, über den Fluß setzend, ins diesseitige Gebiet zu gelangen. Er hat also ohne Zweifel den nördlichen Theil von Peräa, d. h. Gilcad berührt, ehe er das Gebiet von Zebulon und Naphtali durchzogen hat. So ergänzeil sich denn die beiden Angaben von Jesaias und Zacharia l so ziemlich ואל ארץ גלער ולבנון הראשון הקל ארצה זבולון וארצה נפתלי אביאם Unter ארץ לבנון ist allerdings hier auch das Gebiet westlich von Hermon zu verstehen. Man darf also als historische Thatsache annehinen, daß Phul mit seinem zahlreichen Heere den nördlicheil Theil von Gilead, d. h. Halbmanasse und danil das später Galiläa genannte Gebiet durchzogen hat. Ebenso ist man berechtigt anzunehmen, daß er, ehe sich Meuachem mit ihru abgefunden hat, das Gebiet, das sein Heer berührte, geplündert, gebrandschatzt und die Bewohner zu Gefangenen gemacht hat. Diese Gesailgenen wurden nach Assyrien deportirt. Unter ihm fand also die erste assyrische Deportation statt. Sie lvar allerdings gering im Verhältniß zu den späteren Deportationen, aber doch schmerzlich genug, daß der Prophet, welcher die Vereinigung der beiden Reichshälften