Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Verwahrung
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 375 (sequence 9)
- Language
- German
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Verwahrung. 375 die von R. Akiba redigirt sind?״ Habe ich nicht vielmehr in der gedachter: Abhandlung, für deren Resultate Herr Z. sich nicht entscheiden wollte, ausdrücklich und zu wiederholtem Male die frühere Existenz einer Mischnah R. Akiba's wie das Vorhandensein von Bestandtheilen derselben in unserer Mischnah betont/' Es würde nicht schwer fallen, noch mehr Bespiele derartiger Entstellungen anzuführen. Allein die auseinandergesetzten dürften wohl hinreichen, Herrn Z. zu überzeugen, daß er der ersten Bedingung eines Kritikers, der objectiven Auffassung der gelesenen, nicht immer entspricht. Jur Heschichte des constanlen Kalenders. Die nach langer Unterbrechung endlich wieder erscheinende Geiger'sche Zeitschrift bringt in ihrem jüngsten Hefte den bereits länger denn anderthalb Jahre im Ha-Schachar angekündigten Artikel Slonimski's gegen meine Preisschrift über den jüdischen Kalender. In diesem Aufsatze *) will Herr S. deu Nachweis liefern, daß meine Hypothese der wissenschaftlichen Begründung entbehre und daß die Resultate seiner langjährigen Untersuchungen so unerschütterlich seien, daß ich selbst — wenn auch unbemußt — neue Beweise für seine alte Ansicht erbracht hätte. Liest man indeß diesen Aussatz auch nur flüchtig durch, so kann man sich der Ueberzeugung nicht verschließen, daß Herr S. fast in einem Athemzuge verschiedene, ja sich widersprechende Behauptungen aufstellt und daß er gerade hierdurch seine Einwürfe gegen meine Hypothese ihrer vernieintlichen Kraft beraubt. So will er, um vor der Hand nur ein Beisviel anzuführen, S. 123 schon vor 20 Jahren nachgewieien haben, daß die sogenannte Teku- ') Meinen O-Recensenten in der Neuzeit möchte ich auf diesen Aufsatz aufmerksam machen, damit er die Ueberzeugung gewinne, meine Resultate über den constanten Kalender seien denn doch nicht die des Herrn CH. S. Slonimski, und daß demnach meine Schrift nichts weniger sein kann als — wie er sich in zweideutigem Sinne auszudrücken beliebte — eine deutsche Bearbeitung der Jesode haibbur.