Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Der Beginn der chaldäischen Herrschaft über Judäa und die chronologische Fixirung der Jeremianischen Prophezeiungen
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 337 (sequence 1)
- Language
- German
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AbtWdlmlgkii. H. Aer Beginn der chaldäischen Kerrschaft über Zudäa und die chronologische Iwrung der Seremianischen Prophezeiungen. Vom ersten Auftreten Nebukadnezars an hat Jeremia dessen siegreiches Uebergewicht über die Völker und namentlich dessen niederschmetternden Einfluß auf Juda verkündet (o. S. 297). Die erste Rede, worin er von ihm spricht, ist nur allgemein gehalten. Jnr Verlause bezeichnet er den König oder die Chaldäer, den Kern des Heeres, ans den er sich stützte, näher und erkennbarer. In der langen Rede (Kap. 3, 6 bis 6, 30) schildert Jeremia den drohenden Eroberer als einen Löwen, der seine Höhle oder sein Dickicht verlassen hat, als einen Volkszerstörer, der ansgezogen ist, um Inda zur Wüste zu machen (4, 7). Er zieht wie Wolken herauf, sein Wagen wie der Sturm und seine Rosse wie Adler, das Volk, welches von ferne heraufzieht, ist ein felsenfestes, (.גוי איתן), ein uraltes Volk, ״dessen Sprache du nicht verstehen wirst", desseir Köcher einem offenen Grabe gleicht (5, 15 fg. auch 6, 22 fg.). Unverkennbar ist hier von Nebukadnezar und den Chaldäern die Rede. Diejenigen, welche die Verse auf die Skythen beziehen, haben sich einfach in der Chronologie verrechnet. Die Einfälle der Skythen begannen Frankel, Monatsschrift xxiu. 8. 22