Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension] / P.
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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Recenstonen. 335 südlichen Exegese den hervorstechendsten Charakterzug, die philosophische Fürbung. Diese kurze Inhaltsangabe wird genügen, um den Werth der uns vorliegenden Arbeit ins rechte Licht zu setzen. Wer für die Geschichte der jüd. Bibelauslegung sich interessirt, dem wird das anziehend und klar geschriebene Büchlein ein willkommener Beitrag sein, und wenn das wenige Neue, das uns der Verfasser bietet, auch nur den Zweck erfüllt, zu weiteren Forschungen anzuregen und die Berichtigung des Verfehlten und Ergänzung des Lückenhaften zu veranlassen, so hat ״das Institut zur Förderung der israelitischen Literatur mit der Herausgabe der vorliegenden Arbeit der jüdischen Wissenschaft immerhin mittelbar einen Dienst erwiesen. P. Die Heilige Schrift der Israeliten in deutscher Uebertragung von Dr. Ludwig Philippson. Pracht-Ausgabe mit 154 großen Bildern illustrirt von Gustav Dor6. Das genannte Werk, von welchem uns die ersten Lieferungen vorliegen, bietet in seinen einzelnen Theilen nichts Neues. Denn was die Uebersetzung anbetrifft, so ist sie früher schon zwei Mal herausgegeben. Neu könnten nur die Verbesserungen sein, welche Herr Di*♦ Philippson bei der in seinem Vorworte zu dieser Ausgabe in Aussicht gestellten Revision hoffentlich mit Benutzung der ihm schon früher mehrfach ertheilten Winke in der Uebersetzung eintreten ließe. Ebenso wenig neu sind die als ausgezeichnet bekannten Illustrationen von Gustav Dor^. Neu ist nur die Zusammenstellung dieser Bilder mit einer für Israeliten angefertigten Uebersetzung der h. Schrift. Als wir den Prospect lasen, welcher diese Edi- Lion ankündigte, fiel uns unwillkürlich jene Erzählung ein, daß der Tag, an welchem die h. Schrift ins Griechische übersetzt wurde, von den Weisen Israels trotz der großen Bedeutung dieser Uebersetzung zu den Unglückstagen gezählt wurde. So wenig wir zweifeln, daß vor jenen Weisen auch diese Prachtbibel trotz der Vortrefflichkeit ihrer Illustrationen keine Gnade gefunden haben würde, so müssen wir dennoch dieses Unternehmen