Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Zur Halachakritik
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 1)
- Language
- German
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313 Verhältniß der Tosifta zur Mschna und der jerusalemischen Werhällniß der Joftfta zur Mischna und der jerujalemischen Hemara zur babylonischen. Zugleich siebenter Artikel zur H ala ch akrit ik. (Fortsetzung.) Der erste Theil wurde gestrichen und nur der folgende Theil in die Mischna ausgenommen, anstatt אלו ואלו der ursprünglichen Lesart wurde אלו באלו gesetzt (vgl. N. Siptucm Heller). Aber in dieser abgerissenen Form offenbarte die Mischna die Schwierigkeiten, die die Commentatoren nicht befriedigend lösen konnten. Kann man zweifeln, daß Jeruschalmi, welcher die Controverse von הבוצר לברן nicht kennt, den Standpunct der Tosifta festgehalten und Babli den unserer Mischna, oder vielmehr daß unsere Mischna aus der Tosifta in Babylonien hervorgegangen, und in der Tosifta die Varianten zurückgelassen wurden? Man könnte aber versucht sein, der Mittheilung des Babli bezüglich der Controverse von!הבוצר לגו mehr Glauben beizumessen als der des Jeruschalmi, da man leicht geneigt ist, fehlerhafte Lesarten im Jeruschalmi anzunehmen, es könnte eben diese Stelle corrumpirt sein. Wir können aber durch genaue Erforschung der Quellen, in welchen von!הבוצר לגו die Rede ist, Nachweisen, daß über diesen Punct keine Controverse bestanden hat, daß diese Bestimmung wahrscheinlich eine sopherische ist. Das Eingehen auf diesen Gegenstand wird von Neuem unsere Behauptung vom Verhältniß der Tosifta und Mischna, wie der jerusalemischen und babylonischen Gemara zu einander erhärten und nebenbei werden wir den Gewinn haben, über eine Stelle in der Tosifta Ausschluß zu erhalten, die Rabed (a. a. O ) anführt und sagt: כחבתיה ולא נחבררה אצלי. Zunächst müssen wir constatiren, daß die Begründung