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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 7 · p. Seite 301

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 7
Article
Das Datum der Schlacht bei Kharkhemisch und der Beginn der chaldäischen Herrschaft über Judäa
Date
1874-01-01
Page
Seite 301 (sequence 13)
Language
German
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der chaldäischen Herrschaft über Judäa. 301 gierung Jojachins, kaum drei Monate nach Jojakims Tod belagert hat (24, 8—11). Man muß annehmen, daß Jojakim, ehe noch Nebukadnezar die Bekämpfung Juda's unternahm oder durchführte, gestorben mar, und daß dieser den Sohn das entgelten ließ, was der Vater verbrochen hatte. Demnach hätte Nebnkadnezar nur zwei Kriegeszüge gegen Juda unternommen, einmal im achten Jahre Jojakims, welcher mit dessen Unterwerfung endete, und das zweite mal in dessen zehnten oder letzten Jahre oder nach dessen Tod gegen Jojachin, welcher mit der ersten Deportation endete. Nimmt man dagegen das frühere Datum zum Ausgangspunkte an, so stößt man auf Schwierigkeiten. Wenn Jojakims Unterwerfung in seinem 4ten oder 5ten Jahre erfolgt wäre, so würde sein Abfall nach dreijähriger Vasallenschast ins 7te oder achte Jahr fallen. Man müßte also annehmen, daß Nebukadnezar diese Auflehnung ungeahndet gelassen habe — was nicht recht denkbar ist, — oder daß er drei Kriegesziige gegen Juda unternommen habe, im 1. oder 2., ferner im 4. oder 5. und endlich drei Jahre später gegen Jojachin. Aber darüber hätte die Hauptquelle nicht schweigen dürfen. Sie kennt aber nur zwei Züge Nebukadnezars gegen Juda, einmal (24, 1) gegen I ojakim. Genau genommen zog, nach diesem Berichte, Nebukad. mir ein m a l feindselig und kriegerisch gegen Juda, nämlich unter Jojachin, das erste Mal dagegen unter Jojakim scheint sein Zug nicht kriegerisch gewesen zu sein, weil es einfach heißt בימיו עלה נבובדנאצר; nur die Chronik hat nty עליו, als wenn Nebukadnezar auch das erste Mal feindselig gezogen wäre; diese Quelle hat aber bekanntlich eine ganz andere Relation über Jojakim und sein Ende. Um indeß hierbei den festen Boden des Thatsächlichen zu gewinnen, müssen wir uns zweierlei Voraussetzungen vergegenwärtigen. So wichtig das Land und Volk Juda für die hebräischeu Annalisten und die Propheten waren, so hatten sie doch für den babylonischen Eroberer nicht Bedeutung genug, um bloß

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