Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur Halachakritik
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 1)
- Language
- German
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Verhältniß der Tosifta zur Mischna und der jerusalemischen 22S Verhältnis; der Tosifta zur Mischna und der jerujal'emischen Hemara zur öaöyl'onischen. Zugleich siebenter Artikel zur H a l a ch akrit i k. *) (Fortsetzung.) Fassen wir kurz die Lösungsversuche bezüglich unserer Frage von Seiten der genannten gelehrten Forscher zusaminen. Frankel sucht die auffallende Erscheinung, daß viele Stellen der Tosifta in den Citaten des Babli und Jeruschalmi anders lauten, als iu der genannten Sammlung, durch die Annahme zu erklären, es habe viele Sammler von ״Zusätzen" zur Mischna oder Boraitas gegeben; so habe R. Chisa eine solche besondere Sammlung angelegt uttb ebenso R. Hoschaja. In unserer Tosifta nun seien beide Sammlungen mit einander verschmolzen, während die Citate in den Talmuden den einzelnen gesonderten Sammlungen entnommen sind. Dünner macht dagegen geltend, daß unsere Tosifta durchaus nicht den Charakter eines Conglo» merats an sich trage, daß sie vielmehr die ursprünglichen Bestandtheile enthalte, aus denen unsere Mischna geflossen. Unsere Tosifta sei die Quelle gewesen für den Redakteur der Mischna, wie er dies in einigen Beispielen nachzuweisen versucht. Die Abweichungen der Citate in den Talmuden — er sagt dies ausdrücklich von beiden — von unserer Tosifta erklärt er durch die Hypothese: unsere ״die authentistischere" Boraita sei den palästinensischen wie den babylonischen Schulen unbekannt gewesen und sei erst nach Abschluß des babylonischen Talmuds zum Vorschein gekommen. י) Seltsamer Zufall oder Ironie des Schick- ') a. a. O. Aber auf S. 376 Ihrg. 18 71 wird gesagt: ״den großen Schatz authentischer Berichte . . . habe R. Jochanan besessen". Es ist