Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 4 · p. Seite 182

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 4
Article
R. Abraham b. David aus Posquières
Date
1874-01-01
Page
Seite 182 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829444-2829449-2867867--15429-2867916
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

182 R. Abraham b. David aus Posquieres. Abraham b. David hat auf die kabbalistische Richtung seines Sohnes keinen directen Einfluß geübt in dem Sinne, daß er ihn, wie es heißt, in die Geheimnisse der Kabbala eingeweiht hätte, da ihm selbst diese Geheimnisse fremd waren, aber sein zum MystycismnZ hinneigender Geist hat diese Richtung begünfügt. In diesem Geiste herrschten Klarheit und Dunkelheit neben einander, die eine auf dem Gebiete der Halacha, die andere auf dem der Agada, welche, wie eine Wolke, die wichtigsten Ideen des Judenthums verhüllt. Maimuni war bestrebt, diese Wolke zu zerstreuen, uni die Ideen in ihrer ganzen Klarheit hervortreten zu lassen und eine rationelle Auffassung des 'Judenthums anzubahnen. Aus der Opposition gegen eine solche Auffassung, gegen die Abraham b. David in seiner Kritik so entschieden aufgetreten war, entsprang die in der agadischen Mystik wurzelnde Kabbala und wucherte wie ein Sumpfgewächs immer mehr empor. liothek k. h. cod. 843*9. Ders. cod. enthält auch einen kabbalistischen C o m m e n t a r z u m e r ft e n (Kapitel der Genesis nebst anderen kabbalistischen Fragmenten von demselben Verfasser. Girondi a. 6. O. bespricht einen cod., der von Ascher b. Tavid selbst geschrieben sein soll und mehrere kabbalistische Schriften enthält, aber aus deren Aufzählung ist nicht zu ersehen, welche derselben von Ascher verfaßt, oder blos abgeschrieben wurden. Ter besprochene פי/ על י׳ג מרות ist zu unterscheiden von dem gleichnamigen Merke, das in der unter dem Nanten לשון חכמים Livorno 1781 edirten Sammlung sich befindet und Abraham b. Tavid zugeschrieden ist. Letzteres Werk ist nichts weiter, als die Erklärung des Nabed zu der dern Sifra vorangehenden Boraita des R. Jsmael über die dreizehn Middot und ist dem Commentare des Rabed zum Sifra entlehnt. Die lateinische Schrift Tredecim ־figurae vel modi, per q־aos Hebraei interprvtantur sacras literas (auctore R. Ismael) Collectae ab Abraham0 Wo David. Lat. per Phil. Ferdinandum 1597 ist, wie es scheint, nur eine Uebersetzung eines Theiles des Commentars zum Sifra, wahrscheinlich ebenfalls nur zur Boraita des R. Jsmael v. Steinschneider Bodleiaua p. 679 vgl. Iellinek in der Einleitung zum edirten Commentar zum Sifra p. VII, Anm. 3. Darnach ist meine Angabe oben in cap. IV über den Commentar zu den י'ג מחת zu berichtigeu.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.