Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Halachakritik
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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zugleich sechster Artikel zur Halachakritik. 137 gibt es eitlen Vorhof) und zu den Grabeshöhlen nach beiden oder nach allen vier Seiten führte. (Mischna Baba Bathra 101). Dieser Vorhof war gewiß bei den prächtigen Gräbern der Vornehmen von verschiedener Größe, das Durchschnittsmaß war 4—8 Ellen Länge zur Aufnahme der Bahre und ihrer Träger. י) Von dem Vorhofe führten Eingänge nach verschiedenen Seiten zu den Grabeshöhlen, welche 6—8 Ellen lang, 4—0 breit tvaren und mindestens Mannhoch sein mußten, so daß auch zwei Nischen über einander eingehaueu waren (vgl. die Meinnng R. Simons nach Erklärung des Jeruschalmi Baba Batra). In den zwei Längsseiten und der anstoßenden Querseite waren Nischen eingehauen, eine Elle von einander entfernt. Die Zahl derselben schwankt bei Rechtsfragen zwischen 3—4 an den Längs- und 2—3 an der Querseite. Die Größe der Nischen ist nach dem MitLeltnaße eines Menschell bemessen, nämlich 4 Ellen Länge, 2) 6 Handbreiten Breite und 7 Handbreiten Höhe. Die Leiche wurde rücklings mit dem Kopfe der Höhle Angewandts) Weg durch den חצר nehmen muß. In der That heißt es auch in Losifta a. a. c. (Sulzb. und Wiener Arlsgabe) בזמן שיש בה כשיעור ח^כ^ט לתוכה טמא. N. Eli ah Wilna einendirt nach der Nlischna טהור. Umgekehrt scheint das Verhältniß, die Mischna ist von den babylonischen Amoraim emendirt worden, weil sie unter חצר nach ihrer Anschauung einen freien Raum verstanden. Die Halacha ist für Babylon richtig, nicht für Palästina. R. Eliah Wilna kann sich gedacht haben, das Grab habe noch einen anderen Eingang, vgl. Zusatz am Schluß des Artikels. י) vgl. Jeruschalmi Nasir ö, d R. Elia Wilna zu Oholot 16, 3, wodurch alle Schwierigkeiten, die Babli Baba Batra 101 sf aufwirft, schwinden, welche die Commentatoren, unter diesen auch N. Joseph Niegas unmöglich bewältigen konnten, weil in Babli eine falsche Vorstellung über die palästinensischen Gräber herrscht. 2) Die mit großer Künstlichkeit ausgeführte Deduetion von Tosafot, das Mittelmaß eines Menschen betrage nach den: Talmud 3 Ellen, ohne den Kopf wird von Nachmani in seinen Novellen zu Baba Batra a. a. O. gründlich widerlegt. 3) Ausdrücklich sagt dieses Nachmani a. a. £)., welches die Quelle für letztere Angabe sei, ist mir nicht bekannt, aber es ist wahrscheinlich, daß die Kopfseite dem Besucher der Hoble zugekehrt war. Daß die Leichen immer in gleicher Lage bestattet wurden, felgt aus Tosifta 16