Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 569 (sequence 1)
- Language
- German
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Recensionen. 569 Ilccenstonen. Trachten der Juden im nachbiblischen Alterthume. Ein Beitrag zur allgenieinen Kostümkunde von vr. Adolf Brüll. I Theil. Frankfurt tu M. St. Goar 1873. VI und 90 S. 8. Ein Beitrag zur allgemeinen Kostümkunde soll die vorliegende Schrift werden; aber soweit aus diesem ersten Theile zu ersehen ist, kann man sie mit viel mehr Recht einen Beitrag zur talmudischen Lexikographie nennen. Die Einzeluntersuchungen zur Feststellung und Etymologie der Ausdrücke überwiegen bei iveitem die Beschreibung der durch sie bezeichneten Gewänder. So wie auf anderen Gebieten, muß auch hier zur sachlichen Be- Nutzung der talmudischen Schriften für die Alterthumskunde eine mühsame mit vorsichtiger Varianten-Kritik verbundene Wortforschung den Weg bahnen. Die Ermittelung der richtigen Leseart eines Wortes führt zumeist auch zum Auffinden der rechten Erklärung, und man muß gestehen, baß beides dem Vers, in vielen Fällen gelungen ist. Es ist natürlich, daß zumeist fremde Trachtenbenennungen, namentlich griechische und römische es sind, die uns hier als zum Kostüm der damaligen Juden gehörig vorgeführt werden. So finden wir denn das smiotorium der späteren Lateiner (מקטורן), das mit Aermeln versehene Untergewand aväxmAoc (אונקלי), das mit einer Kapuze vermehrte Obergewand ßiQQog byrrus (מרםין) die Antoniana (אנטנה), *) ein nach dem Kaiser Oaracalls auch oaraealla talar is benanntes langes Kleid, den Frauenmantel Faldia, Faldones (פלרסא), die Beinkleider pwxia (מוקסין). Aus dem Syrischen אסטרא (pannus tunicae subductitius) wird אסטריאוח (jer. Schekalim III, 3) erklärt, aus dem arabischen גפארה, von גפר bedecken, das gew. von עפר Staub abgeleitete מעפרן. Ebenso ist ברנקיא (Targ. Jesaia 3, 22) das arab. ברנכאן, welches einen Kleiderstoff, Berkan, dann auch den מסי (׳ in שבע מסכחוח eb. Kirchheim 6. 22.