Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die Söhne des Herodes
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 321 (sequence 17)
- Language
- German
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Die Söhne des Herodes. S21 wendigkeit, daß wegen bloßer Schilde mit Inschriften nie und nimmer ein Aufstand, dessen Charakter ein religiöser war, — und das soll er auch nach Philo unter allen Umständen sein — entstehen konnte. 4) Wenn beide von zeitlich getrennten Ereignissen sprechen, wieso erzählt Josephus absolut nichts von dieser neuen Quälerei? Er, der so viel über die Härten des Pilatus klagt, läßt hier die beste Gelegenheit, den Opfermuth seiner Glaubensgenossen, ihre treue Hingebung bei jeder Spur der Gesetzes- Verletzung seinen heidnischen Lesern gegenüber in das glänzendste Licht zu setzen, was er sonst so gern thut, ungenützt vorübergehen. 5) Sind von Graetz a. a. O. noch viele anderen Momente zusammengetragen worden, durch welche die Summe der Nachrichten in der nosaßela des Philo bezüglich ihrer Glaub- Würdigkeit wenigstens stark verdächtig geworden sind. Aus allen diesen Bedenken zusanimengenommen scheint mir der genügende Beweis gebracht zu sein, daß Mangey's Conjectur, die Hausrath vollständig acceptirt und mit der größten Eonlequenz durchführt, auf sehr schwachen Füßen steht, daß vielmehr beide Autoren von demselben Factum erzählen, und daß des Josephns klare, präcise und durchaus sachgemäße Darstellung der verworrenen, unbestinimten und tendenziösen des Philo bei Weitem vorzuziehen ist. (Fortsetzung folgt.) Der Linfluß anderer Hannaiten aus % Jeljuda Kanassi's Kal'achah - Feststellung. Der bekannteil und oft angewandten Notiz R. Jochanan's סתם מחניחין ר' מאיר ist ein eigenthümliches Loos zu Theil geworden. Während der ganzen Amoraimperiode scheint nicht der mindeste Zweifel bezüglich ihrer eigentlichen Bedeutung geherrscht zu haben. Wenigstens giebt keine einzige unter den vielen Talmudstellen, in denen dieselbe zur Anwendung kommt, irgend welchen Anlaß, das Entgegengesetzte zu vermuthen. Nicht lange nach dein Abschlüsse des Talmud aber scheint ihre Bedeutung nach Franlel, Monatsschrift XXll. 7. 21