Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Notiz, betreffend Maimuni's Einleitung zur Mischna
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 2)
- Language
- German
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880 Notiz. chung der Frage an, ob Jbn- Aknin der Verfasser des מבוא התלמוד die Einleitung Maimuni's zur Mischna gekannt habe? Eine Vergleichung beider Einleitungen läßt es uns als uuzweifelhaft erscheinen, daß Maimuni den מבוא Jbir-Aknins vor sich hatte, welche Quelle er oben als selbständiger Denker benutzte. Folgendes diene zur Erhärtung unserer Behauptung: 1) Dieselben Rubriken, die wir bei Aknin finden: a) Aufzählung der Tanaim b) Scheidung der Zeit nach (דודות) o) Scheidüng nach Stand und Würde (Priester, Neßiim, Namen mit und ohne Titel) sind auch bei Maimuni vertreten.') Nur hat letzterer die Rubriken nach einer Disposition systematisch geordnet. Manches ergänzt und verändert. Hätte Jbn-Aknin die systematische Darstellung Maimuni's vor sich gehabt, er würde sie nicht nur citirt, er würde sich vielmehr das System angeeignet oder den Grund angegeben haben, warum er von ihm abweicht, während Maimuni ausdrücklich bemerkt (am Schlüsse des zweiten Abschnitts), daß er in einem Puncte von seinen Vorgängern abweicht. Unter diesen ist Jbn-Aknin zu verstehen, bei dem wir jene Verschiedenheit finden. 2) In der Aufzählung der Tanaim bei Maimuni muß es auffallen, daß obwohl die Ordnung nicht alphabetisch ist, dennoch viele Namen mit demselben Anfangsbuchstaben aufeinanderfolgen. habe ich mich durch den Augenschein überzeugt bei Besichtigung des Propheten-Codex in der karäischen Synagoge in Cairo. Di eselbe Hand, welche geschrieben hat: אשר כתבתי וה המחוור של מקרא p אני משה h at auch die grammatische Partie geschrieben: )סדר המקרא ,חורה האשמורההראישוגה ובו, nämlich den Anfang der masoretisch » grammatischen Schrift, welche in קננטרס הממורת und sonst noch mitgetheilt ist. Fast sämmtliche ge reimte Partien in der von Derenbourg veröffentlichten Grammatik scheinen aus dieser Schrift des Mose Ben-Ascher zu stammen. Da diese Schrift die ä l t e st e masoretische Grammatik ist, so verdienen die erhaltenen Fragmente sorgfältiger, als es bisher geschehen ist, zusammengetragen und kritisch verglichen zu werden. Die Grammatik aus Jemen im -lournal asiatigus bietet Hilfsmittel zur kritischen Vergleichung. Anmerk. d. R. ') Eine unverkennbare Abhängigkeit der einen Schrift von der anderen springt bei Vergleichung von S. 19, 20 Theil 11 bei Jbn-Aknin mit Abschnitt 3 und 7 der Einleitung Maimunis sofort in die Augen. Das Prioritätsrecht aber ist auf Seite Aknins, vgl. oben.