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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 6 · p. Seite 268

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 6
Article
Justinus Martyr und die Agada
Date
1873-01-01
Page
Seite 268 (sequence 12)
Language
German
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268 Justinus Martyr und die Agada. R. Chanina b. Pazi fragte ihn: kannte denn Abraham bereits die Wortanalogien? (da ihm doch der Wortlaut der Bibel nicht vorgelegen)? Man muß daher annehmen, daß Gott selbst es ihm andeutete, indem er sagte: ich will meinen Bund schließen zwischen mir und dir, und ich werde dich vermehren gar sehr: ich will meinen Bund schließen zwischen mir und dir an jener Stelle, die fruchtbar macht und vermehrt. R. Jsmaöl und R. Akiba wichen hierin folgendermaßen von einander ab: R. Jsmaöl sagte: Abraham war Hohepriest er, denn so sagt die Schrift (Pf. 110, 4): der Ewige hat geschworen, und es reuet ihn nicht: du bist Priester auf ewig u. w. f. Weiter unten (in dem besprochenen Texte, 1 M. 17, 11) sagt die Schrift: beschneiden sollt ihr, das Fleisch eurer Vorhaut. An welcher Stelle sollte er sich beschneiden? am Ohre etwa, dann würde er untauglich zum Opfern; a m M und e, dann wird eres ebenfalls, ebenso am Herzen. An welcher Stellesoll er sich also beschneiden, so daß er tauglich bleibe zum Opfern? Es kann nur die Vorhaut des Körpers gemeint sein. R. Akiba sagt: Von vier Theilen das menschlichen Leibes sagt die heilige Schrift aus, daß sie eine Vorhaut hätten, vom Ohre (Jerem 6, 10,) von den Lippen (H Mos. 6, 30), vom Herzen (Jerem. 9, 25) und die eigentliche Vorhaut (l. Mos. 17,14). Abraham wurde nun gesagt: wandle vor mirund sei vollkommen! Würde er am Ohre, am Munde oder am Herzen beschneiden,so bliebe er nicht vollkommen. An welcher Stelle denn sollteer sich beschneiden, damit er vollkommen bleibe? Es kann nur dieVorhautdes Körpersgemeintsein...Gibt es denn eine Vorhaut bei Frauen (daß die Schrift hervorhebt: ein Mann der eine Vorhaut hat, 1 M. 17, 14)? Die Schrift will aber sagen: an der Stelle, an welcher man erkennt, ob männlich oderweiblich, an derselben Stelle soll er be sch nit-

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