Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension] / S. K.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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234 Recensionen. selber geltend zu machen, ausgewichen zu sein, ist ein Hauptvorzug des jüngst erschienenen Werkes des Prof. Volck ״Der Segen Mose's", eines Werkes, das sich auch noch durch manche andere Vorzüge auszeichnet. Zunächst stellt der Verfasser mit einer Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit seine Untersuchung an, wie sie des Gegenstandes würdig ist, und wie sie von Jedem, der sich dem heiligen Dienste der Bibelforschnng unterzieht, zu wünschen wäre. Die Resultate früherer Untersuchungen sind in solcher Fülle und Ausführlichkeit beigebracht und geprüft, daß fast keine dieses Thenia berührende Abhandlung bis in die jüngste Zeit herab unberücksichtigt geblieben zu sein scheint; und wenn der Leser auch um kein neues, bedeutendes Resultat bereichert von dem Werke scheidet, so muß er sich doch befriedigt fühlen und dem Verfasser Dank wissen für die angestrengte Mühe und Sorgfalt, mit der er das nöthige Material zusammengetragen und Verarbeitet hat zu einem anerkennenswerthen Beitrage für die Feststellung des Autors und der Abfassungszeit des Segens Mose's." Nicht minder hervorgehoben zu werden verdienen die gründliche Kenntniß der hebräischen Sprache und das tiefe Verständniß für die Feinheiten und Nuancen derselben, sowie überhaupt seine große Vertrautheit mit dein hebräischen Sprachgeiste, die sich iu der Abhandlung besonders offenbart. Aber wenn wir auch mit dem Resultate dieses Werkes, daß der Segen nur Mose angehören könne, und in vielen Stücken mit seiner Beweisführung einverstanden sind, so können wir uns doch nicht des Eindruckes erwehren, den diese Beweisführung zuweilen auf uns gemacht hat, daß sich eine gewisse Voreingenommenheit gegen jede entgegengesetzte uub dem Verfasser im Wege stehende Meinung darin kundgebe; wir meinen, insofern die Tendenz und das Resultat der Schrift sich schon in den Anfängen erkennen laffe. So scheinen uns z. B. die einzelnen, die Echtheit des mosaischen Segens bestreitenden Ansichten, wenn sie auch in Bezug auf die Abfassungszeit weit auseinandergehen, doch eine jede für sich nicht minder Anspruch auf Wahrheit machen zu dürfen, als die Behauptung der Authentie, in welcher natürlich Viele übereinstimmen, wenn sie sich nur auf innere, haltbare Gründe stützen können. Was uns nun, um auf die Abhandlung selber zu kommen, darin besonders nicht gefallen will, ist u. A.