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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 4 · p. Seite 191

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension] / -z.
Date
1873-01-01
Page
Seite 191 (sequence 3)
Language
German
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Recenstonen. 191 läßt der Gesang, diese Sprache der Sprachen, diese Beseelung (!!) des Seelenausdruckes, dieser tiefernste Strom aus den Höhen des Geistes u. s. n>. sein himmlisches Brautlied erklingen: lobpreiset den Herrn in seinem Heiligthum.Halleluja!״ man lese jede beliebige Seite und man wird gleich uns von dem Geiste des Buches erleuchtet und erbauet sein und die Schrift des Lebens für's ganze Leben auf die Seite legen. — z- K o t i z. Das Dunkel, welches die Kämpfe und Kämpfer gegen die Mendelsohn'sche Pentateuch-Aebersetzung umgiebt, ist noch immer nicht ganz aufgehellt (Graetz, Geschichte Xl, Note I). Es dürfte daher auch der geringfügige Beitrag, dem diese Notiz zu der Geschichte des Rabbiners ״Hirsch Janow in Fürth liefern will, von Interesse sein. Das Datum seines Todes ist bei Hähnle und danach bei Graetz (XI, 587) richtig angegeben. Das Alter aber, welches er erreicht hat, ist nicht, wie Graetz nach Salomon Maimon angiebt, das von 36, sondern 52 Jahren, wie das Begräbnißbuch der Israelitischen Gemeinde in Fürth bezeugt. Hirsch Janow war also nicht um 1750, sondern 1733 geboren» und bei der Wahl zum Rabbiner in Posen zählte er nicht 26, sondern 43 Jahre. Er hat also nicht so jung Anerkennung gesunden und war wahrscheinlich auch nicht so früh reif, als bisher angenommen worden ist. Doch ändert das an seinem Ruhme und an der Ehre, des Beinamens Charif würdig zu sein, nicht das geringste, wenn man erwägt, wie große Forderungen damals in Posen an die talmudischen Kenntnisse eines Rabbiners gestellt wurden. Auch verliert die Schilderung, die Maimon von dem ״göttlichen Manne" giebt, nicht an Glaubwürdigkeit; denn die falsche Angabe des erreichten Alters ist bei der Entfernung Maimons von Fürth und bei den geringen Verkehrsmitteln jener Zeit leicht erklärlich. Zwar liegt außerdem auch noch die Vermuthung nahe, daß der Satz Maimon's, ״die strenge Lebensart, das viele Studiren, und Nachtwachen habe Janow's Kräfte so sehr geschwächt, daß er.starb," entweder bloß eine oratorische Floskel oder

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