Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Kritische Beleuchtung einer interessanten Talmudstelle
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 3)
- Language
- German
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182 Kritische Beleuchtung einer interessanten Talmudstelle. so knüpfte wol irgend eine alte Agada die Ueberlieferung von der jüdischen Stadtgründung in Persien an diesen Vers, welcher ja von bab. Exulanten spricht und wahrscheinlich im Exil verfaßt wurde. Dieselbe hatte jedoch das Schicksal so vieler andrer Agada's, in jüdischen Quellen nicht erhalten zu werden, wurde aber dafür in muhamedanischen Kreisen aufbewahrt und vielleicht auch weiter ausgebildet. Was schließlich die übrigen Punkte der Parallelstellen betrifft, so geniige die Bemerkung, daß von R. Ammi und R. Assi im jerusalemischen Talmud nichts erwähnt wird, und daß der Jalkut auch für die Stelle im Babli die richtigere Leseart ר' חייא בר אבא st. ר' חייא בר גמרא erhalten hat. (Th. li, § 85s). — Dr. Wilhelm Bacher. Wecenstonen. mm פסיקתא והיא אגרת ארץ ישראל מיוחסת לרב. A. u. d. T. Pesikta, die älteste Hagada, redigirt in Palästina von Rab Kahana. Herausgegeben p. p. von Salomon Buber in Lemberg. Lyck 1868. Selbstverlag des Vereins Mekize Nirdamim (L. Silbermann). 207 Bl. in 8 groß. Die Hagada, von der Halacha gesondert, wenn auch hier und dort noch mit halachischen Bestandtheilen untermischt, erscheint in selbstständiger Sammlung zuerst auf palästinensischem Boden. Ihm gehören die in der jerusalemischen Gemara erwähnten רבנן ראגדחא als Träger und Lehrer der Hagada an, denen nach einem Ausspruche in Jerusch. Horajot Ende o. 3 die Herrschaft, über Erlaubtes oder Verbotenes zu entscheiden, nicht eingeräumt ist, die aber die Herrschaft über die Menge erringen, indem sie das Wort irr ihrer Gewalt haben. In Palästina dürfte auch der Ursprung der im Talmud nicht selten ihres Inhalts wegen