Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Kritische Beleuchtung einer interessanten Talmudstelle
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 2)
- Language
- German
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Kritische Beleuchtung einer interessanten Talmudstetle. 127 ור׳ אמי קיימי משמשא לטולא וממולא לשמשא ר׳ חייא בר גמרא ממגר בעפרא שנאמר כי רצו עבריו את אבניה ואת עפרה יחוננו. Fast lauter palästinensische Autoren sind es, von denen die Liebesbeweise erzählt werden, und wir können voraussetzen, daß der jerusalemische Talmud es nicht unterlassen haben wird, dieselben gleichfalls der Nachwelt zu überliefern. Wirklich findet sich eine ähnliche Znsamtirenstellung im jerus. Traktat Schebiit: (35 v. ed. Krot.) ר׳ יומי בר חנינא מנשק לכיפחא רעכו ואמר ער כה היא ארעא דישראל ר׳ ועירא עבר ביוררנא במנוי ר׳חייא מחעגיל בהרא אלופים (?) רטיבריא ר׳ חייא רבה מתקל.כיפיה ר׳ חנניה מחיקל גושיא לקיים מה שנאמר כי רצו עבדיך וכוי. — Man sieht auf beu elften Blick, daß die Darstellung im Jeruschalnti die vollständigere und geordnetere ist, da zuerst drei Fälle leiblicher Ehrsurchtsbezeugung erzählt werden, und zwar in sichtlicher Steigerung: N. Jose b. Chanina küßte nur die Steine Akko's, R. Zetra durchschreitet bekleidet des Jordans ehrwürdige Wellen und N. Chija (b. Alba) wälzte sich sogar im Staube von Tiberias. Hierauf erst folgen zwei Beispiele, welche darthnn, daß Steine und Schollen Palästiua's die anderer Länder überträfen, was die zwei Gelehrten durch vergleichendes Wägen sich deutlich machten. Denn dies allein kann der Sinn von מהקל כיפיא,גושיא sein, wie auch aus der (a. a. O. vom Commentar citirten) ausführlicheren Parallelstelle in Midrasch Tanchuma hervorgeht. Die wahrscheinlich durch Tradenten in Verwirrung gekommene Version des Babli hat die ersten zwei und das letzte Beispiel mit dem Jerusch, gemeinsam, jedoch mit Unterschieden die eine nähetk^Untersuchung verdienen. Zuerst fällt auf, daß dort R. Jose b. CH., hier N. Abbate Steine von Akko küßte. Abba ist gewiß der Name des betreffenden Amora, wie er in Palästina üblich war; denn unsere Stelle mußte ja von Pal. nach Babylonien gebracht worden sein. Abba aber, ohne weitern Zusatz, heißt im Jernschalmi der unter dem Namen רבה berühmte Sorenser Lehrer Abba bar Nachmani. *) Diesen auch hier zu accepticen, hindert nichts als die gewöhnliche Annahme, daß Rabbah nie in Palästina gewesen war. Jedoch mit entscheidenden Gründen ist dieselbe :eicht zu erhärten. V S. Frankel, מבוא הירושלמי S. L51>.