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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 2 · p. Seite 89

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 2
Article
Der Septuagintal-Codex des Ulfilas
Date
1873-01-01
Page
Seite 89 (sequence 5)
Language
German
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Der Septuagintal-Codex des Mstlas. 89 bekanntlich dort bei dem Alter der Patriarchen eine Differenz der Zahlen zwischen Septuaginta und Massora, die ihren tiefer liegenden Grund hat. Es wird also gewiß auch von Interesse sein jene Zahlen, die im Ulsilas nicht so variabel fiub, als hier im Esra, genauer zu untersuchen. Vor Allem wollten wir uns Gewißheit über die Quellen der Ulfilasversion holen, und dann mit den im Esra geholten Resultaten an die übrigen alttestamentlichen Ueberreste dieser Uebersetzung heranzugehen. Die Mittheilung dieser Untersuchung in diesen Blättern behalten wir uns für nächstens vor. Jahresbericht des jüdisch-theologischen Seminars ״Iränß.el'scher Stiftung". Breslau, am Gedächtnißtage des Stifters, den 27. Januar 1873. Das Seminar begehet die neunzehnte, an das Andenken seines Stifters, des sel. Commerzienrathes Jonas Frankel, anknüpfende Gedächtnißfeier. Nur Wenigen ist es wie dem hochherzigen Stifter beschieden, an ihren Namen Segen über die entferntesten Zeiten und Räume hinaus zu knüpfen und in den spätesten Tagen in dankbarer Anerkennung ihrer Leistungen für Göttliches und Menschliches genannt zu werden. Es erzählt unsere Stadt in seinen vielfachen Stiftungen zur Abhülfe menschlichen Leidens, in den von ihm fast für jedes Alter errichteten Znfluchtsstätten von der Menschenliebe, die ihn beseelte; es knüpft sich an sein Andenken gerechte Hochachtung, die ihm auch von den Vätern der Stadt gezollt wurde: ein öffentlicher Platz trägt seinen Namen. Und noch weit über die Grenzen seiner Geburtsstadt hinaus hat er sich ein unsterbliches Denkmal errichtet: durch die Gründung des jüdisch-theologischen Seminars hat er der Glaubenswissenschast eine Stätte errichtet, deren sie so sehr bedurfte, hier ist zu Theologen sich heranbildenden jungen Münnern Gelegenheit geboten, den ihren Beruf als Lebenselement

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