Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Studien über die Septuaginta und Peschito zu Jeremia
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 509 (sequence 13)
- Language
- German
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Studien über die Septuaginta und Pcschito zu Jeremia. . 5Ö9 bloß die Uebersetzung von mp, während avxfiov, die Uebersetzung von ריש ausgefallen ist. Im Araber V. 31, wird für, xeiowhx avxf.wv bloß das Letztere übersetzt durch אלקחט Die zahlreichen Lücken der 8opt sind inr Araber der Walton'schen Polyglotte nach einer Oxforder Handschrift ergänzt ivorden. Meist zeigt sich da eine Abhängigkeit von der Peschito, was aus dem Anfänge des 17. Cap. besonders deutlich hervorgeht: V. 2 hat für: ואשריהם, die Peschito ורתלתהון, der Arab. das gleichbedeutende ומכאפתהס. V. 3 hat für הררי פשרה, die Pesch. ובטורא וברברא, der Arab. das gleichbedeutende ועלי עלצבאל ואלסחארי. V. 4 hat für ^ושמטרש ובן, die Pesch.: ואעברך מן, der Arab. das gleichklingeitde: ואצרפך מן. In diesen Auszügen aus der Oxf. H. S. ist uns ein Fehler besonders ausgefallen. Cap. 8, V. 11 für hat der Araber: וישבהןן, was wohl in ויעופון zu ändern ist. Damit schließen wir die Bemerkmrgen über die 8ept. zu Jeremia. Estrige rreue Erklärungen vor! Fehlem, die auf Verwechselmrg ähnlicher Buchstaben zurückführen, behalten wir zurück, da die Beispiele, welche schon Capellus in seiner Ciitica sacra angeführt hat, genügen. Ebenso weirig könnte aus der Besprechung offenkundiger Glossen ein neuer Gesichtspunkt von allgenreinecem Interests gewonnen werden, und die Aufstellung solcher ist der Zweck dieser Abhandlung. Im Ganzen und Großen sahen wir, daß die 8ept zu Jerem. — sowie zu den Propheten überhaupt, —• keine kräftige Stütze für die Exegese bilden. Es ist freilich bedauerlich, wenn wir uns selber das Vertrauen rauben müssen, das wir lange in eirre Waffe gesetzt hatten, mit der wir erfolgreich die Schwierigkeiten zu bekämpfen wähnten, die das Verständniß der Propheten uns mitunter bereitet. Und an solchen Waffen haben wir wahrlich keinen Ueberfluß. Allein, was wir erzielen wollen, ist ja nur Wahrheit, und der Weg zu dieser führt nicht über Selbsttäuschung. (Fortsetzung folgt.)