Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die zweifache Aussprache des hebräischen Resch
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 2)
- Language
- German
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Die zweifache Aussprache des hebräischen Resch. 281 Analogie des griechischen o mit und ohne Aspiration herbei; aber dieser Vergleich konnte um so weniger befriedigen, als die Aspiration des q selbst noch nicht in seiner phonetischen Bedeutung klar vorliegt. Beim ר ist es um so auffallender, es zu den Aspiraten בגרכפת zu zählen, da anderweitig ר nur äußerst selten daggeschirt vorkommt. Kurz die bezeugte Thatsache von dem ר׳ רטש ורך ist bis auf den heutigen Tag ein grammatisches Räthsel. Durch den Einblick in einen Bibelcodex in Kairo bei meinem jüngsten Aufenthalt daselbst ist es mir, wie ich hoffe, gelnngen, dieses Räthsel auf eine einfache Weise zu lösen. Diese Lösung bietet aber nicht bloß ein phonetisches Resultat, sondern hat auch eine Bedeutung für die Etymologie und Exegese der althebräischen Literatur. Ans diesenr Grunde ist der Fund mittheilenswerth. Gehen wir von dem längst bekannten Kimchischen Citat in Machlnl aus bei der Abhandlung über Daggesch und Rapha: ובעל ספר יצירה כסב ה ר יש עמהם שאמר שבע כפולוה בג" ד כפר" ת וקריאת הריש הרפה ורגושה לא שמענו. אבל מצאתי במחברת עלי בן יהודה הנויר וה סימן ריש הרגוש והרך לבני מעויה הוא טבריה בלבד, כי הם מדברים וקוראים במקרא ובדבריהם והוא בפי אנשים וטף ולא יווו ולא יתחלף, קוראים בו במקרא ומדברים בו בדבריהם במקום דגש רגש ובמקום רפה רפה. Es ist außerordentlich befremdend, daß Kimchi, welcher angiebt, er habe diesen Passus in der Schrift des Jehuda ben Ali gelesen, nicht zugleich die Ergänzung dazu ausgezogen hat, welche eben erst die phonetische Variation des Resch auseinandersetzt. Diese Ergänzung fand ich in einem Bibelcodex bei den Karäern in Kairo. Der Autor dieses Paffus ist zwar daselbst nicht angegeben, aber man merkt aus der Gleichheit der Darstellung, daß sie Ali ben Jehuda oder richtiger Jehuda Ben-Ali (Alam) angehören muffe.') Dieser Codex, welcher in der Synagoge der Karäer in Kairo unter andern Convoluten liegt, hat selbstverständlich kein kenntliches Merkzeichen. Er stammt aus dem Jahre 1028. Denn zu Ende Nehenna's ist Folgendes bemerkte ') Ohne Zweifei copirt aus seiner Schrift 33 .מאור עינים er gl Pinsker Likute Kadmonijot p.!ק״ו fg.