Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 2 · p. Seite 59

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 2
Article
Die Söhne des Tobias, die Hellenisten und der Spruchdichter Sirach
Date
1872-01-01
Page
Seite 59 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829416-2829419-2866353--13953-2866375
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die Söhne be» Tobias, die Heileinsten und der Sprnchbichter Sirach. 50 lem voller Gährung denken, wobei die häßlichsten Leidenschaften zu Tage getreten sein mochten. Die Tobiaden arbeiteten an dem Sturze der Ptoleniäer und ihres Bruders, warben Anhänger und zettelten Jntrignen an, Hyrkanos that wohl auch das Seinige, um ihnen entgegenzuwirken. Beide Parteiführer hörten mehr auf ihren Haß, als auf die Stimme der Religion und des Gewissens. Der Zersetzuugsprozeß, welcher mit ihrem Vater begonnen hatte, machte nach seinenr Tode weitere Fortschritte. In ein neues Stadium trat die Parteiung mit dem erneuerten Angriff Antiochus' M. auf die ägyptische Vorländer. Unter dem unmündigen König Ptoleniäus Epiphanes überschwemnrten syrische Truppen in Bündniß mit Philipp von Macedonien dieselben und schlugen das ihnen entgegenrückende ägyptische Heer in der Schlacht bei Gaza (203 oder 202). Judäa kam dadurch faktisch in die Gewalt des Syrers, rmd die Tobiaden sahen ihre Wünsche rnit Erfolg gekrönt. Aber sie konnten ihres Sieges nicht froh werden, denn es begannen seit der Zeit schlimme Tage für Judäa, welche Josephus sehr anschaulich schildert. ״Als Antiochus mit Ptolemäus Philopator und seinem Sohne Epiphanes Krieg führte, erging es den Juden in gleicher Weise schlecht, als er siegte oder eine Niederlage erlitt, so daß das Land einem von entgegengesetzten Stürmen bewegtenr Schisse glich/׳ H Ptolemäus Epiphanes gewann den erprobten Feldherrn S k o p a s für sich, oder die Römer warben für ihn denselben, rmd dieser führte ein großes Heer gegen Antiochus, unterwarf zunächst im Winter (200) Judäa, besetzte ferner Samaria und drarrg bis zum Norden vor. Es ist Schade, daß Polybios' Nachrichten über diesen Feldzug untergegangen sind, so daß wir lediglich auf abgerissene Fragmente angewiesen sind. Nur so viel wissen wir, daß Skopas in Jerusalem eine Besatzung zurückließ, welche in der ') Josephus bas. XII 8, 3.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.