Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Söhne des Tobias, die Hellenisten und der Spruchdichter Sirach
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 7)
- Language
- German
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Die Söhne des Tobias, die Hellenisten und der Sprnchdichter Sirach. 55 priester Simon wegen seiner Verwandtschaft mit ihnen. Hprkanos hielt es nicht mehr für rathsam, nach Jerusalein zurückzukehren. * *) Die Tragweite dieser Nachricht drängt sich von selbst a!tf. Durch schärfere Beleuchtung kamt sie noch mehr Bedeutung erhalten. Co nstatiren wir zunächst, daß zwei Parteien in Jerusalem in Folge des Bruderzwistes entstanden waren. Wir müssen diesen Parteien der Deutlichkeit wegen Namen geben. Auf der einen Seite waren die älteren Söhne des Joseph; diese werden öfter die Söhne Tobia's (vcol Tmßlo») genannt, wir wollen sie die Tob i «den nennen. Ans der andern Seite war der jüngere Sohn Hyrkanos der Mittelpunkt; wir!vollen sie die Hprk «nisten nennen. Ans Seite der Tobiaden stand das Oberhaupt des judäischen Gemeinwesens, der Hohepriester Simon ll., Enkel Simons I. oder des Gerechten. Es gilt jetzt die Zeit dieser Parteiung zu fixiren, ivas seine Schwierigkeit hat, da Josephns bei der chronologischen Bestimmung dieser Vorgänge sehr nachlässig verfährt. Im Verlaufe erzählt Josephus, Hyrkanos, der es nicht mehr gewagt hat, nach Jerusalen! znrückzukehren, habe sich jenseits des Jordan niedergelassen, habe die dort wohnenden Araber sieben Jahre gebrandschätzt, und zwar während der ganzen Zeit, als Seleukus Philopator regiert hat, und dessen Nachfolger Antiochus Epiphanes habe ihm erst das Handwerk gelegt. a) Diese chronologische Angabe ist jedenfalls ungenau; denn Seleukus regierte nicht sieben, sondern eilf Jahre von 187—176. Hyrkanos scheint sich aber schon in den achtziger Jahren desselben Jahrhunderts in Peräa niedergelassen zu haben. Nun erzählt Josephus in! Zu- *) Josephus Alterth. XII, 4, 11. *AnoDuvo rrog de *Imßrpcov, 1:öv?mov ovvsßrj oraßiäoat dtä vove. naldag avzov. Tmv yuo noegßvzeomv noXs/iov i'Sevf:yxa/üvcur tcooq c Yoxavov ... dteartj to 7rlrjf)-og. Kal 0C jukv nXeiovg zolg KQeaßvzeqotg ßvvefiäxovv, xal ö UQxiiQSvg 21!1 co ע׳ di« zryv ovyysvsutv. 6 de- ‘ YQxavdg £7mv?.t}e:Zv /uv ovx er! dte.yvm elg QIeooa6?.1'/1a. *) Das.