Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Das Clientelverhältnis im hebräischen Alterthume
- Date
- 1871-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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AhaMMgen. Aas Elieiüelverhältniß im hebräischen Mterthume. DaS Elienlenwescn war bekanntlich ebenso wie die Sklaverei ein Schandfleck an freit Cultnrzuständen der alten Völker. Heloten gab es überall, soweit die gräcotatinische Nace angesiedelt ivar. Bei den Römern und den Athenern war die Ungleichheit des Clieiitelverhältnisses zu Gesetzesparagraphen erstarrt. Nicht bloß Antoehthonen, welche von den erobernden Stämmen von Haus und Hof vertrieben worden waren, Grenzbewohner, welche in Rom Schtttz suchten, freigclassene Knechte, Sprösslinge ungleicher Ehen, welche von der Erbfolge ausgeschlossen waren, sondern auch Fremden (Metöken, Peregrini) waren ganz oder halb rechtlos nnd mußten sich in den Schtttz einer Vollblutsfamilie (gens) begeben, unt nicht ganz vogelfrei zn sein. Die Familie, oder ihr Oberhaupt übte Patronatsrecht über sie, vertrat sie vor Geficht, verlangte aber attch van ihnen Leistungen, welche sie fast zn Sklaven erniedrigten. Auch beiden Hebräern war eine Art Clieittenwesen vorhanden, da hier dreierlei Klassen unterschieden werden: אורח (ßyysvj}c, avmxOwv), חושבים (ttsqioixoi) ttitfr גריבם (!idmixoi); aber es unterschied sich doch von dem, wie es bei Griechen und Römern vorkam. Durch die Einsicht in das Wesen des hebräischen Clientenwesens wird sich die nnvergleichliehe Hoheit der israelitischen Gesetzgebung über die griechisch- Frankel, Monatsschrift. XX. 7. IS