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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 6 · p. Seite 248

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 6
Article
Biblische Analekten
Date
1871-01-01
Page
Seite 248 (sequence 8)
Language
German
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248 Biblische Analekten. mich furchtsam.," ließe erstens eher אנשים erwarten, da ja nicht ״das Volk" hier gemeint sein kann, und gäbe zweitens eher einen Grund gegen das Erscheinen der Frau vor dem König als fiir dasselbe an, während so Patriotismus ihre Dreistigkeit entschuldigen soll. (Fortsetzung folgt.) Zsaak 6. Mose Ar Sarua aus Wien. E i n B e i t r a g zür Geschichte d e r T o s s a f i st e n. Von Di׳. H. Groß. I. Die deutsch-jüdische Literatur des Mittelalters ist ihrem Ursprunge ltach italienisch, ihre Ausbildung aber verdankt sie ausschließlich Frankreich. Sie empfing die erste Anregung von Süden, den Impuls zu ihrer weiteren Entwickelung gab ihr der Westen. Italienische Gelehrte verpflanzten im achten oder neunten Jahrhunderte jüdisches, namentlich taliuudisches Wissen ail die Ufer des.Rheins, aber diese Pflanzung behielt ihre exotische Natur bei. Sie schlug in ihrein neuen Boden keine tiefen Wurzeln und breitete sich wenig aus. Kräftig gedieh sie erst im eilften Jahrhunderte. Durch die Pflege eines aus Frankreich stammenden Gelehrten — R. Gerschom b. Jehuda. Die deutsch-jüdische Literatur war noch in ihrer Kindheit; sie lvuchs erst am Ende des eilften Jahrhunderts und im folgenden Jahrhunderte durch den Einfluß Raschi's und dessen Nachkommen, die ersten sögenannten Tossafisten, heran. Der Hauptsitz der ersten Tossasisten, d. h. derjenigen, welche die Erläuterungen Raschi's zum Talmud durch zahlreiche ״Zusätze" ergänzten und erweiterteil, war nächst Trohes, dem Geburtsorte Raschi's, das Städchen Ramerii in Frankreich, das neue Zion, von dein die Lehre über den ganzen

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