Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Der Itur
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2829132-2829402-2829407-2865754--13391-2865801- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Kleine Beiträge von Ad. Neubauer. 175 nach ihm Steinschneider (Cat. Bodl. col. 1066) geradezu behaupten, daß der Vers, nur etwas älter als 40 Jahre war, als er den Jtur abfaßte. Die beiden Gelehrten haben nämlich die Stelle (Jtur k. 92 b) ווה לי ארבעים שנה ששקלתיה במשקל aufgefaßt ״als wenn der Autor zu 40 Jahren das Gedicht gemacht hätte", während der Sinn davon ist ״es sind nun 40 Jahre, seitdem ich dies in Versen gegeben". Azulai, den Steinschneider als Gewährsmann citirt (der Methode dieser kritischen Schule gemäß, daß man Citate nicht nach den Originalien geben soll: z. B. שנים אוחוין בטלית nicht Mischnah, sondern vergl. Rapoport . . . u. s. w.) hat die Stelle richtig verstanden, wenn er sagt: ור.מ׳ שנה ששקל במשקל. Ebenso falsch ist es, wenn der genannte Catalogist die Abfassung des Jtur zwischen 1179—1189 ansetzt, weil es k. 50 a heißt: נמצא למניין שאנו מונק לבריאת העולם ח׳ח׳ק׳מ׳ט לפרט שהוא לחרבן הבית אלף וק׳ע׳ב (!) היום היא שנהראש ונה של שמטר,. Von dieser Stelle aber bis zu Ende des Jtur's mußte der Verfasser noch einige Zeit arbeiten, und in der That sagt die römische Hschr. (Assem. 115): נשלמו רעות וסברות מנשים ונזיקין והן מאה שלש וארבעים מנשים ושבע וחמשים מנזיקין וסימניך ויזרע יצחק מאה שערים שנת ת׳ת׳ק׳נ׳נ. Die Abfassung des Jtur hält also zwischen 1170—1193. Warum Dr. St. die ׳׳ מאמרות, die dem Jtur vorangehen und zu demselben Buche gehören, mit dem besonderen Theile dieses Namens, jetzt in Lemberg gedruckt, identificiren wollte, begreift man nicht, nachdem doch Asseniani 115 als zweiten Theil des Jtur das ׳ עשרת מצותd, identisch mit ם׳ עשרה מאמרות Ass. 124 und mit gedruckten עשרת הרברות angiebt. In den Add. und Corrigenda ist die Vermuthung widerrufen, aber nicht durch Assemani's Angabe, sondern durch Schönblum's Ausgabe des 2. Theils des Jtur 1). R. Isaak aus Marseille stand in Correspondenz mit R. Tham, wie dies aus der Stelle I. 90 a deutlich hervorgeht, aber er war nicht dessen Schüler, wie Graetz (Gesch. d. Juden VI, 244) meint. Er nennt ihn nie ״mein Lehrer" und in der obengenannten Stelle hat unsere Hschr. (die sehr sorgfältig verglichen ') Man vermißt in D1-. St. Cat. die Ausgabe des Jtur, Warschau 1801, citirt bei Purst Bibi. Jud. II., 137.