Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 3 · p. Seite 98

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 3
Article
Beiträge zum Verständniß der Genealogien der Chronik
Date
1871-01-01
Page
Seite 98 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2829132-2829402-2829406-2865690--13303-2865701
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

98 Beiträge ausging, daß sie mehrere Unrichtigkeiten enthalte, daher, da sie in ihrer jetzigen Beschaffenheit unverständlich ist, ihr lediglich durch Streichung und Aenderung zum Verständniß uachgeholfen werden könne. Der Schwerpunkt der Unrichtigkeiten wird in dem lückenhaften Charakter dieses Geschlechtsverzeichnisses V. 14. und in der Differenz desselben von älteren Angaben gefunden. *) Ganz besonders auffallend erscheint die Differenz, daß Asriel, der in älteren Berichten als Enkel des Machir verzeichnet (Num. 26, 29, 31), hier in V. 14. gleichsam als Vater des Machir hingestellt ist. Der Zusatz in der Uebersetzung der LXX zu Gen. 46, 20, der sichtlich eine gemodelte Wiedergabe aus der griechischen Uebersetzung unserer Stelle ist, mit der gewiß absichtlichen Weglassung des Namens Asriel, hat eine Handhabe geboten vorzuschlagen, auch hier Asriel zu streichen,^) wobei allerdings und eben in Folge der Beseitigung dieses Namens nicht stehen geblieben werden kann. Denn ist erst V. 14 durch Streichung Asriel's Machir als Vater Gilead's gerettet, so kann der Schluß des Berichtes V. 17 ״das sind die Söhne Gilead's, Sohn Machir's", der klar darauf hinweist, daß hier lediglich von Nachkommen des Gilead die Rede ist, damit nicht in Einklang gebracht werden. Die nachhelfende Hand hat in guter Absicht und konsequenter Weise auch hier zu ändern versucht und zu lesen vorgeschlagen: fl אלה בני אבי גלעד מכיר 8מנשה). Das Mißliche ist aber bei alledem, daß der Text unserer Stelle in der Beschaffenheit, wie er heute ist, bekanntlich den ältesten Uebersetzern Vorgelegen habe, daher diese Aenderungen ohne zwingende Nothwendigkeit nicht vorgenommen werden sollten, zumal der größere Theil der Namen in den Geschlechts- Verzeichnissen so auch hier antique Figuren sind, die gleichsam >) de Wette-Schrader, Lehrbuch, 8. Aufl. S. 363. נ) Bertheau, die Bücher der Chronik S, 79. ') Das. 81.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.