Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 478 (sequence 22)
- Language
- German
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478 Etymologische Studien einer Badeanstalt. So oft der Besitzer des Bades (0 פרוס ביט) dasselbe besuchte, so traten er selber, seine Diener uild alle ge: wöhnlichen Seute (פ ג א נ י ם , p a g a n i) ans das Holz und schntten über dasselbe hinweg. Nach einiger Zeit schickte der König sein Brustbild (י v 1 פ ר ו ט , no oxo!1 rj) in seine Provinz, um ein Abbild (איקונין, etxwv) davon machen zu lassen. Da sagten die Künstler zu dem damit beauftragten Beamten : Willst Du das Bild aufstellen lassen, so befiehl die Herbeischaffung jenes Holzstückes aus dem Bade, denn man könnte kein geeigneteres zu diesem Zwecke finden. Das Holz ward herbeigeschafft, die Künstler machten es zurecht und stellten es im Palaste auf. Da kanr der Stadtherr und kniete vor dem Bilde, desgleichen der dux (הכום), der Eparch (אפרכוס) und der Präpositus (פרופיסטון), die Legionen und das ganze Volk (ריסוס, ü^mc). Die Künstler aber frugen: Gestern habet ihr jenes Holz mit Füßen getreten und heute kniet ihr vor demselben. Und jene antworteten: Wir knieen nicht vor dem Holze an sich, sondern weil das Bild des Königs auf demselben eingegraben ist." — Statt פרוסביטוס lese ich פרוביטוס von privatum, nqCßaxov im Gegensätze zu דמוסאוח, d'-rjfiöaiov den öffentlichen Badeanstalten, siehe Ber. R. c. 8 und Duc. sv. Buxtorf 1830 einen־ dirt ohne Grund פרופיסטון. — Ber. R. c. 63 ist ebenfalls פריבטא Bademeister und nicht mit Aruch פרכיטא zu lesen. Musafia scheint das letztere Wort für naoayvTqg, Zugießer (des Wassers zum Bade) zu halten. Buxt. 1796 tappt im Finstern. (Fortsetzung folgt.) Iie Gegner Aartwig Wessely's. Von Dr. Güdenrann. Durch Ankauf eines Briefes aus der Bibliothek des sel. M. S. Ghirondi (die Briefe Wesselr/s, Michtabim schonim, Wien 1827) bin ich in den Besitz der Abschrift eines handschriftlichen