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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 6 · p. Seite 286

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension] / gn.
Date
1870-01-01
Page
Seite 286 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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286 Reeerrsionm. hervorzuheben. — Den 4. Abschnitt endlich füllen CzcerpLe aus dem im Besitze von Prof. Nödiger besindlichen Jacsimile des tanchum'schen Commentar zu Jud. Cap. I—XII aus, welche der Verf. mit Noten versehen hat, die seine Belesenheit in der jüd. u. arab. Literatur bekunden. Gut hätte der Verf. göthcm, wenn er den arabischen Stellen die deutsche liebersetzung beigefügt hätte, da, wie wir hoffen, seine Schrift auch von solchen gelesen werden dürfte, die des Arab. wenig oder gar nicht kundig sind. — §n. Änafeklen. Ich habe im zehnten Bande der Geschichte der Juden (Note 7) auf christliche Stimmen aufmerksam gemacht, welche sich ebenfalls in dem Streite über den Krypo-Sabbatianismus des Jonathan Eibeschütz vernehmen ließen. Da sie von der Parteileidenschafll lichkeit nicht afsicirt waren, so ist ihr Urtheil über diesen Streit nicht zu unterschätzen. Außer den daselbst genannten Quellen, Züricher freimüthige Nachrichten von neuen Büchern, mecklenburgische Gelehrten-Nachrichten, haben noch andere Gelehrten-Zeitungen sich Correspondancen aus Altona oder Hamburg über den Stand und Verlauf dieser eigenthümlichen Streitsache, in der ein Oberrabbiner der Ketzerei angeklagt war, einsenden lassen. Obwohl gegenwärtig die Akten als abgeschlossen betrachtet werden können, so sind diese Urtheile christlicher Correspondenten von besonderem Interesse, weil daraus hervorgeht, daß Jakob Emden nicht allein den Stab über Eibeschütz gebrochen hat — wie die Eibeschützianer damals und bis auf den heutigen Tag glauben machen wollten — sondern daß angesehene Rabbiner dasselbe Verdammungsurtheil über ihn fällten. Aber noch mehr Interesse bieten diese Correspondenzen wegen des milden Geistes, mit dem christliche Schriftsteller damals, am Vorabend der Bekanntschaft und Befreundung Lesstngs mit Mendelssohn, über Juden und jüdische Angelegenheiten schrieben. Die folgende Correspondenz ist entnommen den Leipziger neuen Zeitungen von Gelehrten-Sachen 1853, Nr. 18, S. 159 fg.

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