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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 6 · p. Seite 267

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 6
Article
Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
Date
1870-01-01
Page
Seite 267 (sequence 15)
Language
German
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zur Kunde der rabbiuischen Sprache und Alterthümer. 267 Die beiden zuletzt genannten Ausdrücke bedürfen der besonderen Besprechung. Der Vermittler, Makler heißt im Talmud gewöhnlich סרסור und man vermuthet in dem Worte nicht leicht den fremden Ursprung. An einigen Stellen kommt jedoch das Wort in der Form ם פ ס ו ר vor, B. Mezia 42 d: בספסירא רובן מהבא וסובין להבא, ein Makler, der hier einkanft und dort verkauft; B. Mezia 51s: בתגר ספסר; B. Mezia 63 b: ספסירותא Maklerei. Raschi zu Gittin 19 3 erklärt פפא תור א ת durch ספסר של שווריט, Papa den Viehmakler. In mairchen Talmud- Editionen ist die geläufigere Fornr סרסור am Rande oder in Klammern verzeichnet. Die Form ספסר führt auf den Ursprung des Wortes, das auch im Syrischen ספסרא Vermittler, Zwischen- Händler, ספסחתא in venditione disceptatio, licitatio, Mäkelei, ספסירותא callidilas, astutia und daraus das Verbum denomin: ספסר licitatus contra alium fuit (Cast. 613, Bickel! carmina Nisibena 56 und auf der letzten Seite unter Corrigenda) vorkommt, ohne daß die Lexicographen den Ursprung desselben erkannt hätten. Es ist das pers. s i p s ä r, das im Arabischen die Form סמסאר simsär angenommen hat (Freytag erkennt das Wort zwar als persischen Ursprunges, leitet es aber falsch von asp sär her). Aus ar. simsSr ist nach Golius u. A. der Sensal der europäischen Sprachen gebildet worden (simsar, simsal, sensal), welche Ableitung jedenfalls der anderen von cens u a 1 i s vorzuziehen ist (Diez roman. WB. I, 377). Die ursprüngliche Form des Wortes ist demnach ספסר, die später zu סרסור erweicht wurde, vielleicht aus dem Grunde, um der Verwechselung mit ספסר Schwert, das gleichfalls dem pers. samsir (miMptjQä ital. scimitarra) entlehnt ist, vorzubeugeu 1). (Fortsetzung folgt.) auch in der Form בלפויתא, syr. בלפויפוא vortolnmt, auf dasselbe Wort zurückgeht, aus dem auch unser M e h l t h a u gebildet ist, nämlich auf litlro g 1'otlje und davon Nothbrand, Getreidebrand, Fäulnis;? (Benfey bei Ludw. Geiger, Ursvr. u. Entw. der menschl. Sprache I, 279)? Oder welchem Talmudleser fällt es alsbald ein, das; ק ו שקי (Sabb. 11 a, syr. גושקא) das allgcinein gebräuchliche Li0 81c ist, das seinerseits dem pers. lmsk, ar. 11^ק entlehnt ist? ׳) Syr. מיומרכיחא conducens, lena bei Cast. 495 ist in מדיומרניחא,

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