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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 4 · p. Seite 183

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 4
Article
Eine alte Tradition über die Anzahl der eigentlichen Gottesnamen
Date
1870-01-01
Page
Seite 183 (sequence 1)
Language
German
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IRI
…/2829132-2829388-2829393-2865044--12711-2865095
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Eine alte Tradition über die Anzahl der eigentlichen Gottesnamen. 183 Line alle Tradition über die Unzahl' der eigentlichen Hottesnamen. Bon Dr. M. Rahmer, Magdeburg. Mannorndes, Hilchot Jeßode Thora VI, 2., giebt die Anzahl der heiligen Gottesnamen auf sieben au; er sagt daselbst: שבעה שמוח הם, השם הנכתב יו" ר ה״א ו י" ו ה" א והוא השם המפורש או הנכתב אדני, ואל, אלוה, ואלהים, ואלהי, ושרי, וצבאות1) Fragt man nach der talmudischen Quelle, welcher M. diese Angäbe entnommen, so verweisen die ״Schildträger" auf die Boraitha Schebuoth 35 a und die Parallelstelle Tract. Sopherim e. IV. An diesen Stellen wird nänrlich, nicht etwa vom dogmatischen, sondern vom rein halachischen Standpunkte aus darüber discutirt, welche Gottesnamen die eigentlichen sind, d. h. denen eine solche Heiligkeit innewohnt, daß sie, einmal niedergeschrieben, nicht ausgelöscht werden dürfen. Die Boraitha rechnet hierzu: כגון אל, אלהיך*), אלהים, אלהיכם, אהיה אשר אהיה, אלף דלת, י) Diese Stelle ist, wie man auf beu erstell Blick sieht, corrumpirt. Maim. spricht von sieben, zählt aber acht Gottesnamen auf. Diebeiden ersten, weil durch או verbunden, für einen zu zählen, wäre gegen die Halacha, die den שם אמות und שם הוי׳ stets gesondert aufführt; eine von Jos. Karo (z. St.) angeführte LA. läßt, um die Siebenzahl zu rechtfertigen, אלהי fort, und zwar mit gutem Grunde, da אלהי als stat. constr. von אלהים durch dieses schon reprüsentirt ist; die venetianische Ausgabe (s. w. u.) hat weder אלהי noch אל, dafür aber אהיה, wahrt mithin auch die Siebenzahl. Im More I, 63 spricht Maim. auch von dem Gottesnamen אהיה. 2) Offenbar gehören אלהין und אלהיכם nicht zu dieser Kategorie, denn von beit mit Suffixen und Präfixen verbundenen Gottesnamen Handelt erst die folgende Boraitha (16. 356) בל המפל לשם בין מלפניו ובין מלאחריו ה״ז נמחק ובו׳. Maimonid. hat (wie oben ersichtlich) hiefür אלוה imb אלהי gelesen; wahrscheinlich waren die Namen in der Boraitha nicht ausgeschrieben, und Abschreiber oder Drucker haben sie beliebig ergänzt.

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