Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Das Wort ha-miros in der talmudischen Literatur
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 2)
- Language
- German
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- Homer 1× ep/1025156
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139 .der talr.nidischcn Literatur וזו הסירוס Das Wort כתבי בשכח. פירוש אחר. מין חיה ושמו מרום: פירוש אחר. ספרים .החצונים של חכמת יונית שמם בלשונם המירום Unter ketzerischerl Schriften verstand Nathan, da er sich auf Traktat Sabbat beruft, evangelische oder christliche Schriften. Maimuni erklärt sie als antijudäische Schriften, welche gegen die Thora ankämpsen; er leitet das Wort höchst unsprachlieh, wie inlmer, nach der Leseart מירם eigenthümlich ab: וספרי מירם הם ספרים שחולקין על תורתנו . . . ונקראו ספרי מירס בלומר ירחם אלק׳ ויסירם מן המציאות. Weder Nathan Romi, rroch Maimuni kannten den Passus des jerus. Talmud, nach welchem es nicht einmal verboten war, solche Schriften zu lesen. Es können also darmiter weder christliche, rroch ketzerische Schriften verstauden werden. Auch der babyl. Talmud, oder Simon b. Läkisch kann sie nicht als solche verstanden haben, da er sie doch nrit scheinbar gleichgültigen historischen Versen im Pentateuch gleichstellt. In jüngster Zeit hat inan darunter den Vater des Epos, H omeros, verstehen wollen, was sich sehr unhistorisch ausnimmt. Woher sollten die Jrrden Palästina's nrit Homer bekannt gewesen fein? Und zugegeben, hatten sie diese vorr Mythologie strotzenden Epopöen für so harmlos ansehen könneir? Mir scheint die Erklärung sehr einfach zu seirr, rverrn riran die ספרי המירוס (Plural) urgirt. Das Wort stammt offenbar von ■ijiiioa. In der Form rifisq'qaiov, bekanntlich einer Ellipse von /üMK/n, bedeutet das Wort ״Tagebuch, Chronik". ספרי המירם wären denrnach historische Nachrichten über die judaischen Könige und Ereignisse in hebräischer Sprache, die keinerlei Heiligkeit, noch Wichtigkeit in den Augeir der Frorunren hatten, noch auch eine schädliche Wirkung befürchten ließen. Daß es solche gegeben hat, steht historisch fest. Das erste Makkabäerbuch spricht (Ende) voir einem Tagebuche der Herrschaft Hyrkan's I., erd ßtßUw ijUiodv aqy/cüwcvviiC avrs (Iwävvs cYqxava). Josephus nennt Memoiren des Königs H e r o d e s, die er in seiuer Geschichte benutzt hat (Alterth. XV, 6, 5): lv roTc v7ro!xvrjfiaai, rolg 75 ßaatleog ’Hqu3S8. Es hat also Erinnerungsschriften über Tagesereignisse aus der makkabäischen und herodianischeir Epoche gegeben, die eigentlich ספר רברי הימים ßCßXCov ijfuowv heißen sollten. Aber um sie von der so zu sagen kano-