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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 3 · p. Seite 124

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 3
Article
Analekten zur Geschichte der Juden in Hildesheim
Date
1870-01-01
Page
Seite 124 (sequence 2)
Language
German
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124 Analektcn zur Geschichte der Juden in Hildesheim. Interessant sind neben Jacob und Stoma die Judennamen Laughe, Henke und Hoffciel, die durchaus kein jüdisches Gepräge an sich tragen. In der Zeit, als der Fürstbischof Beruivard regierte, wurden die Juden aus der Stadt Hildesheim vertrieben, und dieser Bischof versprach dem Magistrate im Jahre 1457 Dienstags nach vaetsro, daß er im Hochstifte die Inden gleichfalls wegschaffen wollte. 1585 erhielten sie vom Fürstbischof Ernst im Hochstifte Schutz und Geleit und 1587 auch in der Stadt Hildesheim. Da der Stadtsuperinteudent Hesshus eine Ehe mit der Schwester der verstorbenen Ehefrau einzugehen für verboten hielt, was jedoch Nathan Schah nnd ein christlicher D1-. med. Herrinan Konerding gethan, so mußten 1601 sämmtliche Juden, aber auch vr. Konerding, die Stadt verlassen. Als indeß beim Reichsgericht ein Prozeß anhängig gemacht wurde, für den sich der Fürstbischof interessirte, so wurden die Juden laut Vertrag vom 4. März 1601 wieder aufgenommeu. 1609 wurde ihnen Schuld gegeben, die Pest in die Stadt gebracht zu haben, und sie mußten die Stadt verlassen, wurden aber in den Aemtern Neuenwald und Marienbucg gern aufgenommen, so wie sie auch bald in der Stadt wieder Aufnahme gefunden haben H. vr. Max Landsberg in Hannover Obern für seine Mühe, Arbeit und Gefahr, so er in der Mettlingenschen Handlung auf sich genommen («k. Beiträge Band I, p. 438) gegen Darlegung von 200 Thlr. unter der Bedingung erhalten hat, das; keine gemeine Synagoge darin aufgestellt werden soll". Der interessante Revers ist unterzeichnet in lateinischer Schrift von Nathan Schay Jud meine Hand. — Leifmann Marcus Jud meine Hand (des Ersten Schwiegersohn) — Selke Schaye Jud meine Hand (des ersten Sohn.) — Ferner in jüdischer Schrift von מרים בת זיסקינר —;ערל בת כמהרר נתן שליטא מיין אייגן הנט ז״ל und אסתר בת מהרד ישראל יששכר שפירא של״יט (des Schay Frau). י) Nach einem in dem Archive der Synagogen-Gemeinde Hildesheim enthaltenen Protokolle vom Sonntag, den 7. Marcheschwan 5422 (also 1661) ist kurz vorher wegen vorhandener Streitigkeiten, Zänkereien und

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