Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1-15, 22
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 9)
- Language
- German
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Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1—15, 22. 105 nöthigenfalls, ohne die mindeste Beeinträchtigung des Zusammen- Hanges, vom Ganzen losgelöst werden. Und dies geschieht nun auch zur Vermeidung der eben erwähnten doppelten Härte. Doch, so viel Richtiges und Wahrscheinliches diese Annahme für sich hat, so scheitern doch alle ihre Anstrengungen an V. 3. Derselbe bildet augenscheinlich ein ergäitzendes Moment zu der betreffenden Offenbarung, wenn man auch unmöglich in demselben einen i!ttegrirenden Theil derselben sehen kann; denn der Berichterstatter ist es, der ein Faktum constatirt, das später (12, 36), und zwar am gehörigen Platze, wiederholt wird. Was bedeutet aber dessen Erwähnung an unserer Stelle? Die Zusammenstellung derselben mit der Offenbarung meist, wie bereits bemerkt, auf eine beiden gemeinsam zu Grunde liegende Absicht. Was aber ist nun dieselbe? So lange dies nicht ermittelt ist, ist eine befriedigende Lösung der Schwierigkeiten der Einschaltung nicht denkbar. Auch die Absicht, die den, den zweiten Abschnitt abschließenden Versen 11, 9 und 10 zu Grunde liegt, ist nicht ersichtlich. Müßte man nicht voraussetzen, daß beide Verse, deren äußere Zusammengehörigkeit unzweifelhaft ist, verschiedene Momente ein und desselben Gedankens seien, nian würde um die Bedeutung des Verses 10 keinen Augenblick verlegen sein. Derselbe trägt zu deutlich den Charakter eines ResumL des eben zu Ende lausenden Abschnittes. Das so bestimmt faktisch lautende ויאמר verbietet aber, V. 9 denselben Charakter zuzufchreiben. Wollte man mit Einigen in diesem Verse, trotz seines entschieden historischen Charakters, ein resumirendes Element sehen, und die Berechtigung hierzu an den in der Bibel noch häufig vorkommenden Beispielen Nachweisen, daß der historische Charakter einer Stelle nicht immer dann historische Bedeutung im vollsten Sinne des Wortes bedingt, insofern derselbe keinen sicheren Maßstab für den präeisen Zeitpunkt des betreffenden Ereignisses abgiebt, so würde man sich gewissermaßen einer Begriffsverwirrung schuldig machen. Die gedachten Beispiele beweisen nur, daß der Zusanunenhang