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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 9 · p. Seite 428

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 9
Article
Der Prozeß Eisenmenger
Date
1869-01-01
Page
Seite 428 (sequence 4)
Language
German
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428 Der Prozeß Eisenmenger. hernach, wann die imprsssicnes erst erugewurzelt, so leicht nit mehr zu steuern sein würde, wie man denn alschon hin und wieder und zwar noch ohnlängst dergleichen 608,18 gehabt, so vorläuffig gezeiget, was Ärgeres erfolgen konnte und folglich bey verständigen und unverständigen kein lructus daraus zu schöpfen, bei diesen aber zu vielem Bösen anlass geben kann, daß also die Notdürft zu erfordern scheint, dieses vor solcher Publication gleichsam noch nur unter der Asche glimmende Feuer ehend zu unterdrücken, als es zu einer Flamme durch die Publication ausschlagen dürffte." Der Rath zu Frankfurt vertheidigte sich hierauf gegen die Unterstellung, als verzögere er die Begutachtung des Buches. Es fehlen noch einige Bücher zur Vergleichung und zwar: die dicke Tefilla mit deutscher Uebersetzung (edit. Fft. in 4), Prager Machsar in Fol., Kad hakemach, Midrasch Rabboth, cd. Wilmersdorf, Fol., Kol-bo, Jalkut R’ubeni, Mechilta (cd. Venetia Fol.), Meor Enajim (ed. Mantua 4), Pesikta Rabbata (cd. Prag 4), Pirke R. Elieser (cd. Prag 4), Rosch Amana v. Abravanel (ed. Vcnet. 4), Schaare Ora, Schebet Juda, Schefa tal, Sefer hack’- wanoth v. Lnria (ed. Venet. 4), Talmud Jeruschalmi (ed. Krakau 4) und Ze1־or hamor. Zugleich bemerkte der Rath, daß das Buch einem Professor in Gießen, einem Professor der Theologie aus der Gesellschaft Jesu in Mainz und sechs Rabbinern zur Begutachtung übersendet wurde. Inzwischen wurde Wertheimber neuerdings gedrängt, ein Gutachten über das Buch abzugeben. Doch dieser erwiderte, 22. Sept. 1701, er sei vier Monate in Angelegenheiten des Hofes in Breslau gewesen, er hätte daher keine Zeit gehabt, das Werk zu prüfen; überdies aber habe er sich nicht aus eigenem Antriebe in die Sache gemischt. Er bitte daher, noch einige Zeit abzuwarten. Die Frankfurter Judett lehnten es jedoch nun gänzlich ab, über das Buch urtheilen zu wollen; sie wünschten, der Affaire ganz los zu seirt. Zur Charakterisirung lassen wir aus der Eingäbe der Juden an bevt Kaiser, 14. November 1701, folgende Sätze folgen:

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