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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 8 · p. Seite 339

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 8
Article
Der jüdisch-theologische Verein
Date
1869-01-01
Page
Seite 339 (sequence 3)
Language
German
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Der jüdisch-theologische Verein. 839 düng eines Vereins die Zuversicht, daß sich bei den Berathungen nur Gleichgesinnte zusammenschaaren und znsammenfinden, und dadurch die jedesmaligen Berathungen ersprießlichere.Resultäte zu Tage fördern. Man braucht da nicht stets von Neuem zu beginnen und eine Basis zu suchen. Es nützt Nichts, sich über die Kluft zu täuschen, welche die treuen und darum maßvollen Anhänger des Judenthums mit seinem unverfälschten Grundcharakter von Denen trennt, welche ein neues und darum verschwommenes Princip aufstellen, das sie kaumformuliren können, wenigstens darin nicht einig sind. Diese, Kluft ist allerdings durch wissenschaftliche Arbeiten kleiner geworden, aber sie ist immer noch zu groß, als daß eine gemeinsame Berathung sie überbrücken könnte. Im Gegentheil, in zwei Lager gespalten, müßte eine solche Versammlung resultatlos für beide Parteien auseinandergeheu. Das Praktische dieser Gesichtspunkte hat sich in höchst erfreulicher Weise schon in der wenn man will ersten oder zweiten Konferenz des Vereins, welche dieser Tage in Breslau stattfand, kundgegeben. In Allem offenbarte sich ein Geist der Collegialität und des Einverständnisses über Principien, Ziele und Wege. Das ist eben der Charakter einer Schule. Die nicht aus dem Seminar hervorgegangenen Theologen, welche sich um das Banner des Vereins geschaart hatten, fühlten sich rasch heimisch wie in einem Freundeskreise; man wollte sich gegenseitig verstehen, und darum verstand man sich so leicht. Entsprechend den Zwecken des Vereins, der sich hauptsächlich die Aufgabe gestellt hat, Theorie und Praxis recht innig zu verschmelzen, die letztere von der erstern nieinals zu trennen und zu lösen, theilte sich die Arbeit des Vereins in eine wissenschaftliche und praktische. Für die letztere wurde im Gegensatz zur beliebten Zeitansicht Ausschluß der Oeffentlichkeit beantragt und angenominen. Man ging von der sehr bewährten Erfahrung aus, daß ein ungezwungener Austausch der Erlebnisse und Ansichten . 22*

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