Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 18 (1869)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Rabbi Israel Isserlein
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 2)
- Language
- German
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178 Rabbi Israel Jfferlein. ב^חיל (so punktirt im L. I. 78 b., vgl.?68. 11. 6, 60, in 11. 251 1^2יל), wird von dem Vater in den?68. n. 70 und im L. I. 59b. und II. 20 erwähnt; er ist es, der Letzterem als Copist diente (Resp. I. Bruna 11. 33), im Namen des Vaters Bescheide ertheilt und nach dem Tode desselben Mittheilungen aus dem schriftlichen Nachlasse macht. Petachia's Frau hieß רעדיל, sie wurde häufig von Ohnmächten befallen; ihr Lehrer war Josel Sofer (L. I.). Die in den?68. 11. 251 beispielsweise genannten Namen sind also aus dem Familienkreise Jsserl. entlehnt, indem געכל seinen Sohn, רעדל seine Schwiegertochter, שענל seine Frau bezeichnet. Jsserl. hatte auch eine einzige Tochter, die er noch in seinen alten Tagen durch den Tod verlor (L. I. 84). Als Schwager Jsserl. werden erwähnt (L. I. 33b.) Rebil upd Aaron Muscat in Marburg (L. I. 38 b. u. 72 b.), dessen Schwiegersohn ein Joseph war (Resp. I. Kolon 11. 116). In den?68. 11. 138 wird auch ein Mendel in Gratz als Schwager Jsserl. genannt; im L. I. 21 wird ehr Handel (הנדל, Beiname für שבתי) in Gratz als ein מחותן Jsserl. bezeichnet. Einen Onkel Salman Cohn, wie Zunz, zur Gesch. S. 106 und Frankel in dem Eingangs erwähnten Aufsätze anführen, hatte. Jsserl. nicht, da die Worte מרד״ץ in dm?esakim 11. 113 dem Fragesteller Benjamin Cohn dort angehören. Nicht lange nach der traurigen Katastrophe des Jahres 1421 suchte sich Jsserl. einen festen Wohnsitz zu begründen und fand ihn in seinem Geburtsorte Marburg. Hieraus beziehen sich wol auch die Worte des Maharil an Jsserl. in des Ersteren Responsen 11. 199, worin er ihm schreibt: ״Gelobt sei der Ewige, der seinem ausgezeichneten Diener Israel Ruhe verliehen hat! Du hast mich erfreut und getröstet durch Deine Mittheilung über Deinen guten Zustand, der auch ferner gut sein möge." In Marburg finden wir ihn bereits im Jahre 1425 (s. oben) im schriftlichen Verkehr mit den Gelehrten jener Zeit, wie im persönlichen Umgänge mit Anschel Marbürg (?68. 11. 31 und 128), einem Schüler Schalom's, und bereits so angesehen, um Andere zur Ausübung rabbinischer Functionen autoristren zu können (?68. 11. 15), so den I. Zarphati in Kärnthen, der vermuthlich nicht verschieden ist von dem Abfasser des Sendschreibens an die Gemeinden von Schwaben, vom Rheinlands, von Steiermark, Mähren und Ungarn, und in welchem der Verfasser (S. 20 des von Dr. Jellinek edirten Schriftchens) sich als in Deutschland geboren und dort herangebildet angiebt?) *) Die differirendm Ansichten in Betreff des Zeitalters Zarphati's, ygl.