Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 18 (1869)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Synode
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 177 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829374-2829379-2864275--11975-2864326- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Synode. 177 einer deutschen Großstadt tagen will/ müßte sie sich an eine Partei anlehnen. Aber dann hätte sie sofort die andere gegen sich und würde eben dadurch entweder gelähmt oder lähmend wirken. Mit einem Worte, wenn eine Synode eine segensreiche Wirkung haben soll, muß ihre Initiative von möglichst intakten Personen ausgehen, muß sie sich auf einem möglichst neutralen Boden constituiren und muß von vorne herein die Ignoranz, die Mutter des Jndifferentismus ausschließen. — Endlich muß sie — da jene Bedingungen jetzt nicht mehr erfüllbar sind — vor Allem mit der größten Peinlichkeit einer weitergehenden, tiefen, dauernden, fektirerischen Zerreißung des Hauses Israel aus dem Wege gehen. Die Anträge müssen positiver und nicht negativer Natur sein, die Erhaltung der Eigenart des Judenthums und nicht die Zerstörung derselben muß zum Ausgangspunkte genommen werden. Dann, aber nur in diesem Falle, dürste eine Betheiligung noch ermöglicht werden. ItaM Israel Zsserlein. Ein Lebens- und Zeitbild. Von D1\ A. Berliner. (Fortsetzung.) Aus dem Familienkreise Jsserl. sind folgende Personen bekannt. Seine Frau hieß Schöndeln/) wahrscheinlich dieselbe, die zur Zeit seines Verwandten Schalom am 8ob61mu126^״r6tb-Feste sterbenskrank lag (Mmliage Maliaril 33b.). Seine Söhne hießen Petachia, Abraham, Schalom und Aaron, wie aus den von ihm verfaßten und im L. I. 117b. mitgetheilten Obanuka-Scherzen (s. weiter unten) hervorgeht. Aaron ist wol mit Seligmann identisch (wie bekannt), von dem im L. I. an mehreren Stellen mitgetheilt wird, daß er siech war, auch bei dem Tode des Vaters sehr krank darniederlag. Der Aelteste unter den Söhnen, Petachia, mit dem Beinamen י) Nach L. I. II, S. 14 b., worauf mich vr. Steinschneider aufmerksam machte; dort findet sich ein deutscher Brief von ihr an eine andere Frau, worin sie ihr in einer gewissen Angelegenheit eine Entscheidung Jsserl. mittheill. Fr ank el, Monatsschrift. XVlll. 4. 12