Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension] / Gr-n.
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 464 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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464 Monats chronik. Ungenauigkeit und Paraphrase zugleich, ויביעוך ענד ואלחאג״״ת ולא חג־וו שהארתך עליהם ותקבל עליך שהאדתהס• Wörtlich : Verkaufen sie (die Eltern) dich aus Noth, so lege nicht dein Zcugniss gegen sie ab und nimm ihr Zeugniss gegen dich an. Der Herr E. übersetzt das deutsch: Zwingt sie die Noth, sich deiner zu entäussern, so tritt weder als Zeuge, noch als Kläger (?) gegen sie auf. Hebräisch: ואף לעבד ימכחך לעת יצר להם אתה השא ותסכול אל תקום נגרם לער ואף תהי נסבה כי יקומו נגדך Diese wenigen Beispiele werden wohl darthun, wie wünschenswerth es gewesen wäre, dass Herr E. sich einer wissenschaftlichen Akribie und Gründlichkeit befleissigt hätte, damit das Heftchen ebenso nach der wissenschaftlichen Seite hin hätte befriedigen können, wie es den Fleiss und das eifrige Streben des Herausgebers documentirt. Gr—n. Mouatschronik. Berlin. Am 27. November in der Generaldebatte über den Etat des Justizministeriums ergriff der Abg. Koscb das Wort und forderte den Justizminister auf, seine Meinung über die Anstellungsfähigkeit der Juden im Justizfache zu äussern. Der Minister antwortete hierauf, er habe sich mit dieser Frage noch nicht eingehender beschäftigt und sie noch nicht nach den preussischen Landesgesetzen studirt. Dagegen sei ihm die Frage in Betreff des Judeneides näher getreten. Als jedoch diese Angelegenheit in der letzten Session des norddeutschen Reichstages zur Verhandlung gekommen sei, habe er geglaubt, sie sei hiermit dem Ressort des preussischen Justizministeriums entrückt worden. Die Fortschrittspartei hat darauf einen von Dr. Ko sch ihr vorgelegten Antrag unterzeichnet, welcher alle Bestimmungen aufzuheben wünscht, die hinsichtlich des Judeneides eine Ausnahme von der generellen die Eide betreffenden Bestimmung machen. Derselbe Antrag ist ganz gleichlautend unter der neuen Aera von dem damaligen Ministerium eingebracht worden, aber nicht zu Stande gekommen.