Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 461 (sequence 4)
- Language
- German
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Recensiouen und Anzeigen. 461 aus, dass Ramban nur die Charisische Uebersetzung des Moreh vor sich gehabt habe, und Herr Halberstamm bekräftigt diese Vermuthung durch zahlreiche Belege. Es wäre eine sehr lohnende Aufgabe, den Text des Moreh, wie er Ramban vorlag,-überall durch Vergleichungen der Charisischen und Tibbonidischen Uebersetzung, soweit dies möglich, festzustellen, Denn zuweilen finden sich offenbare Unrichtigkeiten in den Anführungen Ramban’s aus dem Moreh. 8. z. B. zu Deuteron. 22,6, wo es statt der Worte: אבל הוא מפעולת כה המחשבה im M oreh 111. 48 heisst ה כל ד פלח PD, was auch dein arabischen ,אלקו״ה אלמחכ״יל״ר entspricht. — Es genüge, die Aufmerksamkcit der Freunde der jüdischen Litteratur auf die angezeigten Schriften hingelenkt zu haben. Möge uns Herr Halberstamm bald wiederum mit seinen Arbeiten erfreuen1. Rabbiner Dr. Gudemann. תפסיר אלעשר אלכלמארת חצניף רבנ^ז סעדי^ן אלפיומי עם — עשרת הדברים באלערבי לדביגו סעדיה גאון זצל מוגהים ומועתקיס ללשון עבר וללשו; אשכנז מאתי משה בנימין ואב אייוענשטערטער. Saadia’s Arabischer Midrasch zu den zehn Geboten. Herausgegeben, in'8 Hebräische und Deutsche übertragen von Wilhelm Eisenstädter, Doctorand der Philosophie. Wien 1868. Druck bei Jakob Schlossberg. Selbstverlag VIII., 34 8. Man kann unserer Zeit das Verdienst nicht absprechen, eine Menge alter Werke, welche Jahrhunderte hindurch in irgend einem entlegenen Winkel vergraben lagen, endlich an’s Tageslicht gezogen und ihnen Eingang in die wissenschaftliche Welt verschafft zu haben. Namentlich waren es jüdische Geistesproducte, welche aus ihrem Verstecke in die Druckereien wanderten, um den Gesichtskreis des Forschers mehr oder weniger zu erweitern. Auch die uns vorliegende Schrift gehört zur Kathegorie dieser Werke; im Besitze des Herrn Dr. Jellinek ist sie von Herrn Eisenstädter herausgegeben und durch eine hebräische und deutsche Uebersetzung leichter zugänglich gemacht worden. Wie man aus dem Titel sieht, trägt