Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Zur talmudischen Geographie
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 385 (sequence 7)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 885 jectiva6) in »die schwarzen, dunklen Berge“ bedeutet. Die arabische und jüdische Tradition stimmen in der Benennung vollkommen überein: die Gibalu-l-komru und die הרי חשך sind eins! Der Ursprung dieser Bezeichnung scheint in der Vorstellung zu liegen, dass diese Berge am äussersten Ende der bewohnten Erde gelegen sind, da wo die Strahlen der Sonne nickt mehr hindringen. Dadurch Hesse sich auch das unerklärte כללכא קצי א als König des (äussersten) Endes erklären. Allein es scheint dieses Wort auch ein Nom. propr. zu sein. Vielleicht ist das Volk gemeint, welches Herodot (IV, 194) unter dem Namen rvgccvcsg als iin Innern Libyen’s wohnend anführt, oder gar, dass es eine Verstümmlung des einheimischen Landnamens Muezi ist (s. Humboldt a. a. O.), das auch nicht in dieser Leseweise sichergestellt ist7). Aber die Identität der 1 הרי חשך*dt dem sogen. ״Mondgebirge“ ist festgestellt. Recensionen und Anzeigen. Die Geschichte der Juden in Erfurt, nebst Noten, Urkunden und Inschriften aufgefundener Leich ensteine. GrösstentheiLs nach primären Quellen bearbeitet von Dr. Adolph Jaraczew.sky. Erfurt 1868. Selbstverlag des Verfassers. In Commission bei Carl Villaret. (Schluss.) Ebenso erfahren wir aus einer in den Forschungen zur deutschen Geschichte VI, 192 Anm. vorkommenden Notiz, wie sehr die Erfurter Juden damals bedrückt wurden und der Hülfe bedurften. Es wird daselbst nämlich mitgetheilt, dass der Rathsherr Gieseier in Münden um 1430 an Herrmann von Schneen und Herrmann von Lemmershausen geschrieben habe, wie er, 6) Analog plur. von -»sd ruber. 7) Es soll dies ein Name des angrenzenden Landstriches in den Idiomen von Congo sein, und unser קציא mag immerhin ein Wort aus einem africanisehen Dialecte sein.