Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Drei Controversisten
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 13)
- Language
- German
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Drei Controversisten. 333 stantinopel, wo sie sich beschneiden Hessen, und von da nach Jerusalem1). Und D. Antonio? Der edle de Contreras kehrte nach Madrid zurück, ordnete seine häuslichen Verhältnisse und trat sodann seine Rückreise nach Italien an. Sein bedeutendes Vermögen gab er in Genua auf die Bank de los Ferraras und lebte als guter Jude (buen Judio) in Livorno2). Haben wir es hier mit historischen Personen oder mit einer Fiction zu fchun? Enthält DanielilLo Wahrheit oder Dichtung? Es sind das Fragen, die sich nicht leicht von der Hand weisen lassen. Niemand wird Danielo und die in der Controverse auftretenden Personen für fingirt erklären, Niemand die Facta selber in Zweifel ziehen können. Sie bilden eine neue Blattseite in der jüdischen Geschichte und liefern neue, unumstössliche Beweise für die Zähigkeit der jüdischen Ueberzeugung, für die innere Lebens« kraft der jüdischen Religion. Man denke sich — wir führen das nur beispielsweise an — einen Mann wie Isaak Penso3), der im Kerker der Inquisition das Gelübde thut, innerhalb eines Jahres Jude zu werden. Er ermöglicht mit Lebensgefahr seine Flucht, reist nach Antwerpen, beschäftigt sieh, bevor er noch an die Sicher- Stellung seines grossen Vermögens denkt, mit den ״Reichthümern seiner Seele", wie er sich ausdrückt, eilt in 24 Stunden von Havre de Gräce nach Zeeland, nach Middel- D . . . quedando alyunos dias en este Liorne, al cabe de 15 dias iba una nave para Constantinopla, adonde 86 embarcaron . . . Danielillo 141, 139. 2) El buen D. Antonio de Contreras di&puso (en Madrid) sus cosas y junto mucho dinero que paso en letr&s ä Genoa, ä pagar a los Ferraras . . . y cobrando su dinero todo, se paso ä este Liorno, donde existe, habra dos au03, liecho muy buen Judio. Dan. 145. 3) Isaak Penso Felix (st. 28. Schevat 5443 ----- 24. Februar 1683) war der Vater des Novellisten Joseph Penso de la Vega. Ueber das hier Mitgetheilte vergl. Jos. Penso’s Oracion funebre en las exsequias de su padre D. Ishac Penso Felix. Amst. 1683.