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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 8 · p. Seite 306

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 8
Article
Wiederherstellung einer seit 800 Jahren im Aruch gefälschten Stelle
Date
1868-01-01
Page
Seite 306 (sequence 12)
Language
German
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306 Wiederherstellung einer im Aruch gefälschten Stelle. Ich komme nun zur Anwendung des Gesagten über den vermutheten Gebrauch der Abbreviatur ת״י auf das ursprüngliche Thema und zugleich zum Schlüsse der Behandlung desselben. Nathan b. Jechiel war es vergönnt, bei seiner ruhmvollen Arbeit zahlreiche Vorgänger zu benutzen, sehr viele Namen aus seiner Bibliothek nennt er, sehr viele hat er verschwiegen. Lange vor seiner Zeit mag nun ein Exeget oder Lexicograph bei den Worten מדין ]!"D geschrieben haben ת״י אלרלס מדין d. h. die griechische Version חלגו□ יווני nimmt nicht wie ר' אליעזר למודעי ia Mechilta die Bedeutung ״ עזרHerr“ an, sondern wie ר' יהושע daselbst die Bedeutung ממר b). Den Lesern des Mittelalters, welchen besonders im jüdischen Babylonien die grieckischen Versionen ganz fremd geworden waren, bot sich viel eher die Auflösung des ח״י in תרגל□ ירושלמי dar, und bald ging auch das Wort selbst in dieses Targum über, so dass es Nathan schon in seinem Exemplar so gefunden haben mag. F. Lt. des wissenschaftlichen Charakters des hochgelehrten Roses Sofer: Bei aller Strenge seiner Anhänglichkeit für den Talmud klebte diese doch nicht so an dem Buchstaben, dass dieser unablösbar wäre. 8) רבי יהושע בן חנניה selbst mag sich bei seiner Erklärung auf die Septuaginta gestützt haben, die er benutzen konnte, da er wohl griechisch verstand. Ihm legte Aquila seine Uebersetzung vor, er verkehrte häufig mit dem römischen Hofe, dessen Sprache mehr griedusch als lateinisch war, er hielt sich in Alexandrien auf, und ihn hat Joclianan den Sakkai bei seiner Verhandlung mit Vespasian, nicht blos zum Scliein-Leichenträger, sondern zum vermittelnden Dolmetsch gewählt. Diesen Dienst scheint der römische Hof auch dadurch belohnt zu haben, dass er ihm Zutritt und Umgang gestattete.

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