Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 8)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 195 Stücken dein Buche erwiesen haben, verdient Dank und Anerkennung. Daran solL Nichts gemindert werden durch einige Bemerkungen > welche sich hinsichtlich der Einrichtung dieser neuen Ausgabe wohl jedem näher Zusehenden aufdrängen werden. Die zahlreichen Besitzer der früheren Ausgabe und Verehrer des verklärten Verfassers hätten es gewiss lieber gesehen, wenn die vielen neuen Zuthaten in einem besonderen zweiten Bande erschienen wären; nicht Alle sind im Stande und nur Wenige werden sich entschliessen ״ die ganze jetzige Ausgabe wegen ihrer Vermehrung anzuschaffen. Die־ den Herausgeber bestimmende Ungleichheit solcher zweier Bände scheint uns im Vergleich zu jener Rücksicht., die auch der Pietät gegen den Verewigten entsprochen hätte, kein hinreichender Grund für die nun beliebte Verbindung des Alten und Neuen in beiden Bänden zu sein. Hat nun aber das äussere Gleichmass hierfür entschieden, so begreift man nicht, warum doch wiederum Zusammengehöriges getrennt und Verschiedenartiges vereinigt worden ist. Mit Beibehaltung der Rubriken, wie sie in der ersten Ausgabe allerdings ganz am Orte waren: ,,Sagen und Erzählungen", ״Betrachtungen, Parabeln und Hymnen", ״Gedanken und Sprüche" — werden hier die neuen Stücke, welche ja allen drei Gattungen angehören, im zweiten Bande an die älteren Stücke der einen Rubrik: ״Betrachtungen, Parabeln und Hymnen" ohne Scheidung angereiht. Dessen ungeachtet werden neue ״Sprüche" nicht zu denen des zweiten Bandes (S. 245 bis 247) hinzugefugt, sondern zu den älteren des ersten Bandes. — Wäre der erste Band auf die ״Sagen und Erzählungen" beschränkt worden, indem die zum Gebiete der Sage gehörigen neuen Stücke des zweiten Bandes, wie ״Haman's Erhöhung", ״Choni" u. 8. w., sowie die ״Sagen aus dem Leben Abrahams“ damit vereinigt wurden, so hätte der erste Band fast genau denselben Umfang wie jetzt gehabt und der zweite Band hätte gleichfalls nur Zusammengehöriges vereinigt. Die bei dem vorliegenden Verfahren vermuthlich beabsichtigte Symmetrie des Titelblatts und Vorworts in den zwei Bänden konnte nicht massgebend sein; denn auch jetzt musste der Herausgeber auf dem Titel des ersten Bandes gleichfalls genannt werden, zumal da, wie bemerkt, eine Menge neuer Sprüche darin mitgetheilt werden und die hier unterlassene Quellenangabe, begründet in