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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 5 · p. Seite 191

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1868-01-01
Page
Seite 191 (sequence 4)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 191 Von der duftigen Phiole Nimm den Kork, der sie geschlossen, Trag’ sie durch die weiten Hallen, Und der Duft strömt frei ergossen, Labt dich selbst mit süssem Hauche, Labet würzig die Genossen: So zieht Abraham hinaus In die Weiten unverdrossen, Und was er in Geistestiefen Barg daheim, so tief verschlossen Ist im hellen Sonnenscheine Auf zur Blüth' und Frucht geschossen, Seiner Gottesliebe Saatkorn Ist das Heil der Welt entsprossen, Und den Balsam, den er einschloss, Ist in würz'gem Hauch ergossen. Schwarz bin ich1), doch lieblich, ihr Töchter Jerusalems. Getrübt und dunkel in des Lebens Drang, Im Dienst des Werkeltags die Woche lang; Doch hold und schön, wenn in der Sabbathweihe Der Arbeit Last abwirft die Sorgenfreie. Getrübt und dunkel in des Jahres Dauer, Wenn Schuld und Fehl die Seel' umhüllt mit Trauer \ Doch hold .und lieblich, wenn des Ew’gen Huld Am Sühnetage tilget Sund und Schuld. Getrübt und dunkel hier im Erdenleben, Doch schön und lieblich dort im hohem Leben. Du bist schön, meine Traute! Schön und lieb du*) mir erscheinst In der Pracht, die du vereinst. Du bist voll Holdseligkeit, J) Israel. 2) Israel.

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