Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 2)
- Language
- German
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Recehsionen und Anzeigen. 189 worden sind. Da nun die erste Ausgabe in dieser Monatsschrift eingehend besprochen worden ist, so werden wir uns mit dem Hinweis auf das Neue begnügen, welches die gegenwärtige uns gebracht hak -+־.■. Wir finden zwar keinen Grund, weshalb der Verewigte Etwas von dem jetzt erst erscheinenden Theile hätte zurückhalten mögen, glauben aber doch, dass der geehrte Herausgeber auf irgend eine Weise die Stücke und Partien hätte kenntlich machen sollen, die er, und nicht der Verfasser, an die Oeffentlichkeit gebracht hat. Eine Vergleichung der ersten mit der vorliegenden Ausgabe zeigt, dass in letzterer als neu hinzugekommen sind: 1) Sprüche, Nr. 154—214 (Bd. I 8. 241 — 255); 2) ״Macht und Recht“ (das. S. 256 f.); 3) Sagen aus dem Leben Abrahams (Bd. II 8. 1 — 56); 4) Stücke verschiedenen Inhalts (das. S. 189 — 244); 5) Wiederum Sprüche (das, 8. 245—247); 6) Anspielungen auf das Hohelied Salomo’s (das. 8. 249-292); 7) Anmerkungen und Quellenangaben zu den neuen Stücken des zweiten Bandes, eingereiht unter die des Verfassers in der ersten Ausgabe (Bd. II 8. 293. 300—301). Wir haben alle Ursache, diese hinzugekommenen Stücke mit Freuden zu begrüssen. Sie schlossen sich würdig den älteren an und bezeugen, gleich jenen, den feinen Takt, die reiche Begabung, die fromme und edle Sinnesart des leider zu früh heimgegangenen Verfassers. Vermöge einer gewissen Congenialität war es ihm vergönnt, die poetischen Momente in den agadischen Ueberlieferungen unserer Alten mit sicherem Blicke zu erkennen, geistvoll auszuführen und in wunderbar zutreffendem Ton und Ausdruck darzustellen, ohne dem nahe liegenden Fehler anheimzufallen, der freilich nur einem in Wissenschaftlieber Zucht und Einsicht minder bewährten Bearbeiter widerfahren konnte, — den Fehler, Eignes unberechtigter Weise hineinzutragen und den Alten eine ihnen wirklich fremde Anschauung oder Empfindung anzudichten. Allerdings hat der