Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Alliance Univers. Israélite und die Juden Rumäniens
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 4)
- Language
- German
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1 124 Die Alliance Univcrs. Isrelite zu Paris; er 11688 uns ungesäumt mittheilen, es sei ein Befehl nach Constantinopel ergangen, ״eine strenge Untersuchung in Zliten einzuleiten, die Schuldigen zu bestrafen und der Gemeinde die erlittenen Verluste zu ersetzen.“ Die Untersuchung hat auch stattgefunden und unterstützt von der englischen und französischen Regierung gelangte sie zu einem die Juden befriedigenden Resultate. Es wurde anbefohlen: 1. der Wiederaufbau des verbrannten Tempels auf Kosten der Muselmänner; 2. die Bezahlung einer Schadloshaltung für die zertsörten Bibeln, die Bestrafung des Kadi, seiner Beisitzer und aller jener, die die Muselmänner gegen die Juden aufgestachelt hatten. In Konstantinopel wurden unsere gewöhnlich daselbst in Ruhe lebenden Glaubensgenossen durch einige Tage in Unruhe versetzt; der Zorn der Griechen brach nämlieh gegen einen Juden los, den sie beschuldigten ihre Religion beleidigt zu haben, und man befürchtete Gewaltauftritte. Auf die Bitte unseres Comites intervenirte der Patriarch von Konstantinopel und die Ruhe wurde wieder hergestellt. ZuMarocco hat das Raubwesen grausame Leiden den Juden bereitet. Riffpiraten griffen im vergangenen Mai die Juden und Mauren von Tetuan an. Zwei Juden wurden am Eingänge der Stadt angefallen, einer von ihnen, Pariente, ein österreichischer Schützling, ermordet, der andere. Asulai, Dolmetscher des französischen Consulats, als todt zurückgelassen. Die Mörder, die Strafe fürchtend, wiegelten ihre Stämme gegen die Stadt auf; diese belagerten sie und drohten durch mehrere Wochen Jeden zu tödten, der es wagen würde, vor die Thore hinauszugehen. Ein unglücklicher Familienvater ging mit seinem Sohne hinaus, um im Felde zu arbeiten; sie wurden beide getödlet. Auf die Reclamationen der־ englischen und französischen Regierung durch ihre zu Tanger residirenden Repräsentanten sendete die maroccanische Regierung einen Pascha nach Tetuan mit den strengsten Befehlen gegen die Räuber. Der Pascha konnte ihrer nicht habhaft werden, er zündete das Dorf an, das im Verdachte stand, ihnen eine Zufluchtgewährt zu haben. Die französische Regierung verlangte eine Geldentschädigung für Asulai und erhielt