Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 5)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 117 Herr R. entscheidet sich aus manchen Gründen für Deutschland und theilt hierauf geschichtlich mit, wie es nach der Bibliothek zu München gekommen ist. Herr R. gibt hierauf die ferner von ihm benützten Manuscripte an. Diese enthalten nur einzelne Traktate, manches nur einen, andere mehrere Traktate, zuweilen neben vollständigen Traktaten auch Bruchstücke. Ein Manuscript ist nach dem Dafürhalten des Herrn II, aus dem 11. Jahrhundert und enthält Th eile aus Traktat Pesacliim und ein Bruchstück aus Traktat Chagiga. — Ein anderes Manuscript wurde nach der Angabe des Abschreibers zu Gerona J. 4944 1184 geschrieben und enthält die drei Traktate ב״ק ב״מ ב״ב♦ Diese beiden Manuscripte zählen wohl zu den ältesten vorhandenen T al mn d m anu s c 1• i p t e n. (Schluss folgt.) Notizen. Lieder zu Ehren Sabbathai Zwi’s. ln einein Manuscripte, das mir in diesen Tagen zu Händen gekommen ist, finden sich mehrere Lieder (Piutim) auf Sabbathai Zwi, die vielleicht der Veröffentlichung nicht unwürdig sind. Das Manuscript ist eine Art גונק (D^'onk) d. i. eine Art Hauspostille, wie sie die türkischen Juden anzulegen'und worin sie allerlei Piutim und Lieder aufzunehmen pflegen. Das mir vorliegende Manuscript ist, nach den Handschriften zu urtheilen, im Besitze von verschiedenen Eigenthiimern gewesen. Es hefinden sich darin ungedruckte Lieder von Israel hagara, Abtalion b. Mardechai, Jakob Amron und vielen Anderen, mit Angabe der Melodie (להן), nach welcher sie zu singen sind. Auf dem ersten Blatte finden sich als Titel die Worte: פיוטים ושירים כמנהג ליואנט• An einer anderen Stelle finden sich die Jahresangilben לקש ,בטחתי ,במשפט’, welche den Jahren 1661, 1670, 1671 gew. Ztr. entsprechen würden. Die meisten Lieder heziehen sich auf den Messias und die Wiederaufhauung Jerusaleins, Viele von ihnen haben das Akrostich Sabathi, doch ist es deshalb nicht unbedingt ausgemacht, dass sie sich auf den Pseudomessias dieses Namens beziehen, da der Akrostich auch