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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 3 · p. Seite 110

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 3
Article
Das Grab der biblischen Esther in Hamadan
Date
1868-01-01
Page
Seite 110 (sequence 1)
Language
German
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110 Analekten. A n a 1 e k t e 11. Das Krad der biblischen Esther in Hamadan*). Als im Anfänge dieses Jahrhunderts das Feld des westlichen Asiens zum erstenmal in neuerer Zeit dem Forschungsgeist abendländischer Reisenden erschlossen ward, ging man sogleich daran, jeden Gegenstand aufzusuchen, der vergleichende Oeographen in Stand setzen konnte, die Lagen der merkwürdigsten Orte, von denen wir in der profanen sowohl als in der heiligen Geschichte lesen, zu bestimmen. Sir Malcolm, sowie diejenigen, die ihn auf seinen Gesandtschaftsreisen in Persien begleiteten, Hessen keinen Stein unumgekehrt, um diesen Zweck zu erreichen, und die Nachforschungen Macdonald’s, Kinner’s und Anderer waren so erfolgreich, dass im Laufe weniger Jahre der Schleier gelüftet ward, welcher Hunderte von Jahren über diesein Theile der Welt gelegen und europäische Reisende konnten die Genugthuung gemessen, dem Rückzugswege der Zehntausend zu folgen und die Plätze zu betreten, die Zeuge gewesen von der Gefangenschaft der Kinder Israels. Unter den andern Lagen, die zum Gegenstand der Nachforschung gemacht wurden, war die des Palastes Susan. Der Aehnlichkeit des Namens wegen, vermuthete inan eine Zeitlang, dass die neueren Ruinen von Sus keine andere sein könnten als diejenigen der Stadt, welche zur Zeit ihres Glanzes den Triumph der Esther und die Schmach Hamans gesehen. Als aber neues Licht auf die Frage geworfen wurde, sah man, dass ein anderer Ort besseren Anspruch als die Ruinen von Sus darauf hatte, die Sage ״des Palastes" zu sein. Der Sage zufolge bestand in Hamadan — das identisch ist mit Ekbatana — ein altes Grab, welches man das Grab der Esther und Mardochai’s nannte. Vor ') Aus Chamber’s Journal.

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