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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 3 · p. Seite 109

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 3
Article
Die Commentarien des Ephraem Syrus im Verhältnis zur jüdischen Exegese
Date
1868-01-01
Page
Seite 109 (sequence 12)
Language
German
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zur jüdischen Exegese. 109 III. Epbraems Verhältniss zur Peschito, dem Urtexte und der griechischen Uebersetzung und kritischer Werth seiner Exegese. Die bisherige Beweisführung für die Abhängigkeit Ephraems von der jüdischen Exegese lässt sich nunmehr als historische Thatsache feststellen und in ihrer ganzen Tragweite bemessen, wenn nachgewiesen werden kann, dass er schon vermöge seiner geringen sprachlichen Vorkenntnisse sich veranlasst sehen musste, die traditionelle jüdische Exegese in seine Cominentarien aufzuneInnen. Und in der That verrätli er in sprachlicher Hinsicht bisweilen so wenig kritischen Sinn, dass er durch den Text der Pesch, sich zu ganz ungereimten Erklärungen verleiten lässt. So z. B. nimmt er )x>oi3 (Gen. 9, 25, hehr. בחוץ) — Markt und folgert daraus, dass damals schon eine Stadt existirt habe, also mehrere Jahre nach der Sintfluth verflossen waren (56 B). Allein das syr. bedeutet in der Sprache des Uebersetzers wie das chald. בשוקא des Onk. nur den Gegensatz zum Zelte ״im Freien“. Aber auch wo die Lesart der Pesch, offenbar falsch ist, beruhigt sich Ephr. bei derselben und citirt z. B. Gen. 47, 31 ojv.J>cu. jlo *^20 ״er bückte sieh zu Häupten seines Stabes“, wofür es nach dem hebr. und den Targg. heissen muss1). 26, 13; 32, 8; 33 V. 7 und 16, p. 282 E, 286 D, 289 C und 187 F, wie auch die Erklärung anthropomorphischer Ausdrücke der Bibel, z. B. Gen. 3, 2 ״Gott roch etc. d. h. Gott sah die Aufrichtigkeit des Herzens, mit der Noah das Opfer brachte“ (54 D). Vgl. zu Gen. 11, 5 p. 58 E, zu Gen. 18, 21 p. 69 E und zu Gen. 18, 24 p. 72 A. ף Derselbe Fehler ist übrigens auch in der LXX a. 1. (im 10 cmqov zov §aß80v avzov), und schon Hieron. (1, 1. III p. 147 F) macht darauf aufmerksam, dass diese Lesart dem hebr. inadäquat ist, da hier wie 48, 2 מטה nicht מטה gelesen und durch vlLvri übersetzt werden muss. Dass hier die Lesarten von Abschreibern nach Hebr. 11, 21 geändert worden sind, haben Frankel [Vorstudien zu der Septuag. S. 193 d) und Perles (Melet. Pesch, p. 31), ersterer in Bezug auf die LXX, letzterer in Bezug auf die Pesch, nachgewiesen. (Schluss folgt.)

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